54 n. DerHn.Boissy und Mörin Abhandl.
waren geschwächt und ermordet worden: so schien ihm, sagtplmarct), dieser Befehl grausam und unmenschlich zu seyn.Die meisten von dem Kriegeheere urtheilten eben so davon,und behaupteten, daß ein solches Opfer dem Vater der Göt-ter und Menschen unmöglich angenehm seyn könnte; wo-fern es aber gewisse Wesen gäbe, die an dem Blute derMenschen ein Wohlgefallen hätten: so müßten solches böseGeister seyn, die ganz keine Aufmerksamkeit verdienten. Alssich nun ihnen zu eben der Zeit eine junge rothe Stutte zeigte;so that der Wahrsager Theokrir, den Ausspruch, dieß seydas Opfer, welches die Götter begehrten: sie ward auchwirklich umgebracht, und es folgte auf dieses Opfer ein völ-liger Sieg. An den meisten von denen Ottern endlich,allwo dergleichen Opfer gebräuchlich gewesen seyn sollen, ha-ben sie sich doch allezeit mit dergleichen Vertauschungen ge-endigt. In Aegypten geschah es auf Befehl des Amo-srs, welcher geboth, daß man anstatt der Menschen, sich anmenschlichen Figuren begnügen sollte. Auf der Insel Ly-prus verordnete Diphilus an deren Stakt die Opferung derOchsen. In Italien legte Herkules das Orakel des Apol-lo, welches sie in Irrthum geführt hatte:
so aus, daß diese zweydeutigen Ausdrücke, erstlich wäch-serne Köpfe anzeigten, die seitdem unter dem Worte olcülg,bekannt geworden; und das andere Fackeln bedeuteten,welche nach seinerZeit einer der größten Zierrathen derSa-curnalien waren. Wenn nun die Alten auf keine andereWeise Menschen geopfert, so war ja die Sache eines sogroßen Lärmens nicht werth.
Die Fabel stimmet ebenfalls hierinnen mit den Ge-schichten überein. Nach dem Bekenntnisse der berühmtestenMythologisten, lief die vorgegebene und von den Dichternso sehr besungene Opferung der Iphigenia, mit einemKunstgriffe ab, der den obigen gleich kömmt.
LuppoütÄM kams eff gnonüsm pro virgine ceruam. Mrrem/.
Und