Band 
Erster Theil.
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von dem Alterthume der Malerey. 91

Eindruck des Feuers entsteht, und die man gewissermaßenenkaustisch nennen kann, ist nur eine Nachahmung derjeni-gen Malerey, welche mit Pinseln und Farben geschieht.Nun findet man auf dem Metalle, woraus AchilleusSchild bestanden, verschiedene Gegenstände, die durch dieMacht des Feuers gefärbet worden find. Es folget daherziemlich wahrscheinlich daraus, daß Vulkans Arbeit nureine Nachahmung der Malerey gewesen, und daß folglichdie Malerey schon zu Homers Zeiten bekannt und im Ge-brauche gewesen; wofern anders Vulkan diesen Schildwirklich gemacht hat. Man darf sich auch in der That garnicht wundern, daß Homer allhier von einer unbekanntenSache redet,oder eine neue Kunst entdecket habe; und obgleichder Werkmeister ein Gott ist, so doch der Dichter, welcherselbst dieser Gott war, nur einer bereits erfundenen Kunstfolgen dörsen.

Nunmehr ist es nicht schwer zu beweisen, daß vielevon denen Sachen, die man auf diesem Schilde gesehen,durch Farben unterschieden gewesen. Man darf nur dieBeschreibung davon lesen. Man bemerkte z. E- darauf,einen AckerSmann, der auf dem Felde Furchen machte.Nach dem Maaße nun, wie die Pflugschaar die Erdetheilte, schien diese Erde, ungeachtet sie von lauterm Gol-de war, schwarz zu werden, und zeigte sich so, als siewirklich wird, wenn der Pflug durchführet:

Wenn der Dichter hierauf von einem Weinberge redet,welchen Vulkan auf diesem Schilde vorgestellet, so sagt er,daß die Weintrauben schwarz gewesen, ungeachtet derWeinberg an sich selbst von Golde war:

welches