no vm. Des Herrn Bürette Abhandlung
che^liüaria genennet wurden, weil sie viel in sich faßten,und deren eines zum heißen, das andere zum laulichten, unddas dritte zum kalten Wasser dienete. Diese Gefäße wa-ren so gestellek, daß, durch Beyhülfe verschiedener Krahne,das Wasser aus einem in das andere laufen konnte, undnachmals durch einige Röhren in die nahgelegenen Badergelassen ward, nach dem die Badenden eins oder das anderenöthig hatten.
Diese zwo aus dem Vitruv entlehnte Beschreibun-gen, können, wie Herr Büretre saget, zu verstehen geben,auf was Art in den warmen Bädern der Römer, die Ein-richtung und Lage der verschiedenen Badezimmer beschaffengewesen. Gleich anfangs erblickte man ein großes Beckenoder einen Teich, im Griechischen oder
lateinisch aber oder l'iiöin» genannt, wel-
ches im Norden lag, und worinnen man sich nicht nur baden,sondern darinnen man auch sehr gemächlich schwimmenkonnte. Herr Bürette bemerket, daß auch der Privat-personen ihre Bäder bisweilen solche Fischhalter gehabt, unddaß des Cicero und jüngern plinius ihre von dieser Artgewesen. Das Gebäude der Bäder, war bey den warmenBadern ordentlich nach der Mittagöseitc gelegen, und von for-nen sehr breit, in dessen Mittel die Stube oder das llypo-cciuüum war, welches zu seiner Rechten und Linken eineFolge von vier Stücken hakte, die auf beyden Seiten ein-ander gleich und dergestalt eingerichtet waren, daß man garleicht aus einem in die andern kommen konnte. Diese Stü-cke, welche überhaupt kalnearia hießen, waren die Stube,das warme Bad, das kalte Bad, und das lepiciarium.Herr Bürcrce macht verschiedene Anmerkungen wegen derFigur und des Gebrauchs dieser Stücke. Er bemerkt, z. E.daß der Saal des warmen Bades, noch einmal so großgewesen als die andern, wie man sehr leicht aus den Ueber-bleibseln, die wir noch von diesen Gebäuden haben, abneh-men kann, und dieß geschah, wegen deS großen Zulaufsdes ankommenden Volks, und weil man sich insgemein
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