von den Leibesübungen der Alten, m
lange Zeit daselbst aufhielt. Er bemerket auch, daß derGeschmack der Römer in Absicht auf die Hitze dieser Bä-der abgewechselt; daß s>K.ehemals mit einem mäßig warmenWasser zufrieden gewesen, nach der Zeit aber solches fastsiedend haben wollen. Ferner, daß die kalten Bäder, wel-che Anromus Musir, deö Augustus Leibarzt, mit gutemErfolge als Heilungsmitkel gebraucht, und sie zur Gene-sung dieses Fürsten glücklich angewendet hak, in Übeln Rufgekommen, nachdem Marcellus an eben diesem Mittel ge-storben war. Nachmals kanien sie unter der Regierungdes LTIero, und zwar durch die Sorgfalt eines Arztes vonMarseille, Namens Charmis, wieder in Aufnehmen.Ferner, daß derjenige Ort, welcher zur Kleiderkammer diente,mir Namen ^pocipterion oder lepiciamun, in den war-men Bädern des Dioclerianus vor ihrer Zerstörung, voneiner sehr prächtigen Baukunst gewesen. Es war selbigerein großer achteckiger Saal, von langlichter Figur, an je-dem Ende haldcirklicht und dessen Gewölbe durch verschie-dene Reihen unzemein hoher Pfeiler unterstützet ward- HerrDürerte bemerket noch, daß der Ueberfluß und die Pracht,sich nicht nur in diesen öffentlichen warmen Bädern, son-dern auch in den Bädern der Privatleute gezeiget, in wel-chen die kostbarsten Spiegel, Marmor und Metalle, rechtverschwendet gewesen; und dieses beweist er mit verschiede-nen Stellen aus dem Seneca, plinius, Martial, Sta-lins und Lucian rc.
z. Kömmt Herr Bürette auf die Beschreibung derGefäße und übrigen Werkzeuge, welche die Nothwendigkeitoder die Wollust bey den Bädern eingeführet hakten. DieBadwannen waren die vornehmsten und theils unbeweglich,theils beweglich. Unter diesen letztem waren einige mitFleiß so gemacht, daß sie in der Luft aufgehangen werdenkonnten, damit man zugleich bey dem Baden, das Vergnü-gen genießen konnte, gewieget zu werden, indem man dieWanne in Schwung brachte. Nachdem Herr Bürerredie unscheinbarsten Gefäße durchgegangen, deren einige zur
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