192 xxvii.Platons Urtheil voll der Dichtkunst.
hezib. n. p. 9Z7. O. 12. p. 947. L. r'-r p. 48. 49.etc. etc.
Hierauf berühret der Herr Abt auch noch, was dieBeredsamkeit betrifft; weil Herr Massieu auch davongeredet hakte, und beschließt: daßplaro so wenig die gan-ze Poesie und Beredsamkeit aus seiner Republick verbannethabe, als ein Prinz darum alles Gold und Silber aus sei-nen Staaten verbannen würde; weil er etwa nur lautersehr reines Silber und Gold eingeführet wissen wollte.
Hiernächst warf der Abt Coutüre die Frage auf,welches denn nun eigentlich Platous wahre Meynungvon der Dichtkunst gewesen? Seine Absicht hierbcygieng auf eine Untersuchung, ob der Abt Fraguier, oderder Abt Mastleu plarons Sinn am besten getroffen?Es kam unter ihnen auf die Frage an, obplars die gan-ze Poesie aus seiner Republick verbannet habe ? und HerrCoutüreglaubt, daß er es allerdings gethan. Ergrün-det sich hierinn auf folgende Ursachen.
Plato schließt alle diejenigen aus, welche, weil sievon einer poetischen Begeisterung eingenommen werden,nicht mehr Meister ihrer Einbildungskraft sind, derenFeuer sie in sehr lebhafte Schildereyen und zu Nachah-mungen alles dessen verleitet, was sie beschreiben sollen; inzwar bekannte, aber doch seltsame Ausdrücke von den Göt-tern, und in eine Sittenlehre, die eben so ungemäßigt ist,als ihre Gottesgelahrtheit unrichtig ist.
Nun steht es mit einem jeden wahren Dichter nichtanders ! Diese Schlußrede, deren Theile Herr Coutüresehr gelehrt beweiset, giebt unzählige Sachen von pla-rons Absicht, von dem Wesen eines Dichters, von derpoetischen Begeisterung, u. s. w. an die Hand.
Herr Fraguier gab den ersten Saß zu ; allein ererklärte einen gewissen Gebrauch der Begeisterung, (welcher
nichts