und Virgils Anhängern. 20»
Die Zeugnisse der Dichter sind einem jeden bekannt,wenn man einige dunkele Poeten auSnimmt, deren Beyfallnicht mit gerechnet zu werden verdienet. Uebrigenö sindauch die poetischen Urtheile weder gründlich noch zuverläßig.Sie mögen loben oder tadeln, so treiben sie die Sachen zuhoch, und bekümmern sich wenig darum, das was sie sagen,auch zu beweisen. Die Zeugnisse der prosaischen Schrift-steller scheinen also sicherer zu seyn.
Indessen muß man unter denselben abermal die Al-ten von den Neuern unterscheiden. Die alten Schriftstel-ler vom Vellejus paterculus anzurechnen, welcher unterdem Tiber lebte, und welchen Virgil noch haben mag, bisauf die Schriftsteller des fünften Jahrhunderts, sind allefür den Homer; oder es scheint doch, daß sie dem Virgilungemsin haben schmäucheln wollen, wenn sie ihn mit die-sem griechischen Dichter in eine Reihe gesetzt.
Nach diesem hat man fast tausend Jahre lang, siegarnicht mehr mit einander verglichen, bis FloridusSa-binus seine Vertheidigung der lateinischen Schriftstelleranö Licht gab. Er ist damit nicht zufrieden, daß er denVirgil von denen Vorwürfen rechtfertiget, dieLaskarisund Makrobüis ihm gemacht haben; sondern er schimpfetauch den Homer über die Maaßen, als wenn Virgils Eh-renrettung dadurch etwas gewönne. Vergleicht er ihn jamit dem Virgil: so ertheilet er doch alles Lob bloß diesemlateinischen Dichter, und der Schimpf fällt ganz allein aufden griechischen: VirAiIius, saget er, artcm ab eo ruciemscceptam leciioris nalurse ltuciiis atgue iuciicio sst ftiin-umm cxkulit kaiiigiuln perkeöiioms, guocigue perpaucisclstuin eli, inulta cietrakeuclo iecit suÄiorcm. kuclitblomerm, lüc collegit; ille lparlit, bic compoluit. (Quan-tum s klebeia muliercula kvlstrona iiiftat, kantum summu8ille Vir a Oiumn noliro stiperalur. t^uae sunt msAniticain blomero, nc>n aeguant mg^nituchnein VirAilii. Vir.gilius^lagilier eil, Illomerun Oilcipulub. bUt Diuinaex luiiuilibus bkorncri, tlomeruz kumilia ct bumiliter;
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