Band 
Erster Theil.
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XXX. Boivttl

die den Scaliger bewogen diesen Zeitpunct zu erfinden, wardiese, daß er jedes Jahr so genau bezeichnen wollte, daßman in den ganzen 798« Jahren, eins niemals mit dem an-dern verwechseln könnte-

Um nun dieses zu verstehen, so ist es nöthig, daß mandie Art wisse die Gcaliger beobachtet hat, um das Lehrgebäu-de diesergroßen Zeitrecynung zu machen. Ein jedes julisthesJahr ist ein Cirkel von z6z Tagen und 6 Stunden, ohnedaß man sich in die Minutenbrüche einlaßt. Die Jndicti-on ist ein Cirkel von i; jultsthen Jahren. Die güldneZahl, oder der Mondcirkel ist ein Cirkel von 19 Jahren.Der Sonnencirkel oder die Sonntagöbuchstaben llillcxrilis,ist ein Cirkel von 28 Jahren. Die Osterrechnung, oder derbeweglichen Feste, ist ein Cirkel von ;zo Jahren, und ent-steht, wenn man den Cirkel von 19 Jahren in den von 28Jahren multipliciert. Anianus, ein gelehrter Mönch zuÄlexandrien, der im 407 Jahre U. H. schrieb, erfand dießLehrgebäude, dessen sich die Kirche seitdem jederzeit bedienthat, bis aufGregors des Xlli, Verbesserung des CalenderS.

Scaligers julische Zeitrechnung nun, von 7980 Jah-ren, ist ein großer Cirkel, aus r; solchen Osterrechnungenvon ZZ2 Jahren, eine jede zusammengesetzt. Es ist eineMultiplikation von rz oder dem JndictionScirkel, und von5Z2 oder der Osterrechnung, eine durch die andere. Kurz,7982 Jahre sind r; Zeitpuncte von 552 Jahren, und diesesist das ganze Geheimniß von Scalrczers jultsther Zeitrech-nung. Nunmehro muß man nur noch wissen, wie Scali-ger einen Zeiklaufund Characterismos daraus gemachet hat.

Der Hof zu Rom hat, um denen Falschheiten vorzu-beugen, die sich in den AnwarrSbriescn auf die Pfründen ein-schleichen könnten, wenn man in selbigen das Datum än-derte, das Mittel ausgefunden, den Datum darinnen zuvermehren, und den großen und gewöhnlichen noch kleinerehinzuzufügen, denselben Datum aber fünf oder sechsmalauf verschiedene Weise zu wiederholen. Das große Datumist, das jedesmal lausende Jahr I. C. und des regierenden

Pabsts.