Band 
Erster Theil.
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XXX. Boivm

Zum andern, jedes Jahr so eigentlich zu bezeichnen, daßman niemals eins für vas andere nehmen könnte.

Herr Boivm hergegen will, erstlich, daß die MischeZeitrechnung keine von diesen zwo Wirkungen habe. Zumandern, daß die Jahre unsers Heilandes, beydes vollkommenbewerkstelligen; und diese Beweise theilet er in vierArtickel ein.

Der erste enthalt, daß der Zeitpunct der MischenZeitrechnung nicht weit genug hinaus gehe, und 471z Jahrenicht zureichen, alle verschiedene Meynungen von dem Zeit-puncte der Schöpfung in sich zu fassen.

Der andere, daß die Kennzeichen dieses Zeitpunctsnicht über 4715 Jahre hinauf gehen, und folglich zu einerVerwirrung, in Absicht auf einen andern Zeitpunct, An-laß geben.

Der dritte, daß die Jahre unsers Heilandes, da siemit aller mathematischen Gewißheit so hoch gehen als mannur will, allenthalben wo man will, einen Zeitpunct allerZeitpuncte bestimmen können, welchen alle Zeitrechner wer-den zugeben müssen, und auf welchen man sich leicht wirdfußen können, wenn man in natürlicher Ordnung, eben wiebey der Mischen Zeitrechnung, wieder hinunterfährt.

Der vierte, daß die gewöhnliche Jahrzahl jedes Jah-res, ein numerischer Unterschied ist, und folglich dasselbe sogenau bezeichnet, daß in einer ganzen Ewigkeit nicht zweyJahre gefunden werden können, die einerley Zahl hatten.

Dieß ist in wenig Worten der Inhalt des boivini-schen Lehrgebäudes. Nunmehro wollen wir seine Gründestückweise betrachten.

Der erste Fehler, den Herr Boivm in der MischenZeitrechnung findet, ist, daß sie nicht hoch genug aufsteigt,um alle fabelhafte Geschichte und alle Zeitpuncte in sich zufassen, die wir von der Schöpfung, nach den verschiedenesMeynungen der ältesten und berühmtesten Zeitrechner, ha-ben. Ein jeder gesteht zu, daß das erste Jahr der gemeinenchristlichen Zeitrechnung das 4714 Jahr jener Zeitrechnung