Band 
Erster Theil.
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2Z8 XXXVI. Aufschrift

Junio des Lobten Jahres brachte er der Akademie einenAschenkrug, oder eine Art eines kleinen viereckigten Grab--maals von weißem Marmor, dessen Vorderrheil und die bey-den Seiten, mit erhabener Arbeit versehen waren.

Man liest in einem viereckigten Schnitzwerke, welchesüber der Vorderseite steht, folgende Schrift, in schönen römi-schen Buchstaben, und zwar in folgender Ordnung:

v. kl.

8 V I. k I e I 0NOI'O ^VL 81 ?L8 V k k K I.

Die Seltsamkeit bey dieser Aufschrift, besteht in denzweyen Worten, acleüe 8up»eri, welches eine Anrufung andie himmlischen Götter zu seyn scheint, die man 8npero;nannte, um dem Sulpicius Notus zu statten zu kommen;der, da er todt war, und folglich unter der Gerichtsbarkeitder unterirdischen Götter stand, die man Irckcros nennete,von der himmlischen Vorsehung weiter gar nichts zu hoffenhatte.

Diese Betrachtung bewog einige Mitglieder zu glau-ben, Sulpicius tTlorus, dessen Grabmaal dieses ist, möchtewohl ein Christ gewesen seyn; und die Worte, < 8u-

zrcri! wären eine Anrufung an Gott und die Heiligen. Diezween Anfangsbuchstaben aber D- !v1. könnten sich eben sogut durch Oeo^laZno erklären lassen, als durch vils lviani-bu8. Sie unterstützten diesen Gedanken mit einigen Bey-spielen aus Mabillons öckuleo Italien, wo man Grabschris-rcn von Leuten findet, die unstreitig Christen gewesen, undgleichwohl diese zween Buchstaben v. ^l. führen: und dader Ueberrest der Aufschrift ein ganz heidnisches Ansehen hat;es sey nun, daß die Familie dieser verstorbenen Christen nochin der Finsterniß des Heidenthumö verwickelt gewesen, oderdaß etwa die Furcht vor einer Verfolgung sie abgehalten,auf dergleichen Denkmäler ein öffentliches Bekenntniß derReligion zu setzen, die sie heimlich angenommen hatten. Al

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