eines alten Aschenkruges. SZ9
lein jene Grabmäler, die Mabrllon beschreibt, sind nichtso sehr gezieret, als dieses ist; welche Zierrathe sowohl alsdie Aufschrift, das lautere Heidenkhum verrathen. Es sindauch nicht solche Aschenkrüge wie dieser; welcher, da er sonstzu nichts dienet, als Asche in sich zu fasten, bey den Christengar nichts nütze war, als die ihre Leichen nicht verbrannten.
Andere glaubten, die Worte acleüe 8upcri machteneinen besondern Sinn aus, und es wäre etwa ein schmerzli-cher Ausdruck des Vaters, der Mutter, oder Frauen diesesSulpicms Norus, welche, nachdem sie ihm den letztenDienst erwiesen, ausriefen: ihr hohen Görrer steht mirin meiner Betrübniß bey! Wie man auch bey andernGravschriften wohl eine Mutter sieht, die die Oeos ^1-weybittet, ihre Asche, ja bald mit der Asche ihrer Kinder zu ver-einigen ; oder eine Frau, die ihnen ihren Mann anbefiehlt;ja noch andere, wo man Klagen wider das Schicksal, ja wohlgar Flüche, antrifft.
Allein, da dieser vermeynte Ausruf eines Vaters, einerMutter, oder Ehgattinn, weit gefehlet, daß sie durch irgendeinen Punct, oder durch eine besondere Linie von dem Na-men des Verstorbenen abgesondert seyn sollte, vielmehr durchdie Ordnung der Zeilen recht genau daran gefüget zu seynscheint:
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und es übrigens in dergleichen Aufschriften sehr gewöhnlichist, daß der Verstorbene die Freunde so er hinterläßt, oderdie Vorübergehenden, ja zuweilen gar den Stein oder dieErde anredet, davon er bedecket wird; so war auch die Mey-nung der mehresten diese, daß die Wörter asteste 8uyerl, eineArt eines Gebethes wären, welches der Verstorbene an dieLebenden thäte, die ihn vorübergiengen, um nicht seine Kno-chen zu zertreten, oder um irgend ein Opfer für ihn zu geben.Denn die Lebenden sind im Absehen auf die Todten, 8u^ori,
so