Band 
Erster Theil.
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von Kaiser Gordians Pettschafte. 245

gar keinem Zweifel hierinnen statt. Die Aufschrift aber istnicht so leicht zu bestimmen, und eben bey derselben hat sichHerr Baudelot am meisten aufgehalten. Er will, man

soll sie so lesen: OOkXIäXl

IL. 0L8. OH-lOXOO: 8acra X)'lliL3 XiUouü Oorchani

^rüellkintilllmi, oder lortilllmi XuAnlii l^noäus; worausganz ungezwungen folget, daß dieses das Siegel einer ge-wissen Zunft von Kämpfern gewesen, die von diesem KaiserGordian entweder eingesetzt worden, oder die ihn doch alsihren Wohlthäter angesehen. Seitdem die Kaiser nach demAugustus ihre Bildnisse in die Pettschafte stechen lassen, de-ren sie sich bedieneten, seitdem ist es nicht wahrscheinlich, daßirgend eine Gesellschaft, ohne eine besondere Erlaubniß eingleiches thun dörfen. Es ist wohl wahr, daß auch Privat-personen oftmals das Bildniß ihrer Regenten auf ihren Rin-gen hatten; wie z. E. derjenige, dem man zu Tibers Zei-ten ein Verbrechen daraus machte, daß er einen solchen Ringan einen ehrlosen Ort gebracht: allein es ist nicht so ausge-macht, daß es dergleichen Ringe hohl eingegraben gegeben,um zum Jnnsiegel,und noch weniger zum Pettschaft zu dienen.

Nachdem nunHerr Baudelor aufdie Umschrift kömmt,so sagt er gleich, daß das Wort vieleicht nach

Art der Römer ausgedruckt seyn könnte; daß dieser Gebrauchden Griechen seit langer Zeit eigen gewesen, wie man ausdem Worte sieht, so man in den Büchern

und auf den Denkmälern findet. Diese Völker gaben zuwei-len ihren eigenen Worten ein lateinisches Ansehen, wie solchesviele Aufschriften beweisen und unter andern die ziz Seite im(vrucer, allwo XXeMLXI mit lateinischen Buchstaben,anstatt Xl»Arro?onti6cI steht.

Allein Herr Baudelor war von dieser Meynung nichtso sehr eingenommen, daß er sie für unstreitig ausgeben wollte.Vielmehr schlug er vor, man sollte die WörterOOkXIXXI 1L für so viel abgekürzte Beywörter nehmen,und die Umschrift so erklären: ILl'X XX I N-

XlXXtt IDkXIXE IOLXXLHKN dLXciN, oder

Q z OLöxc-