rzo XXXIX. Oudinets Betrachtungen
der Homer noch eben so stolz, als bey dem höchsten Gradeseiner Macht, und da es nach nichts geringerm, als der Herr-schaft über ganz Griechenland, strebte.
Hadrians heftige Neigung zu den Künsten und Wis-senschaften, machte ihm die Stadt Athen beliebt, die nochdamals eine öffentliche Schule derselben war stö/vn-f.iü-Ero-. Er war von Trajans Regierung an, Archoncdavon gewesen, und nachdem er selbst zur Regierung gekom-men war, so verwaltete er noch immer bey außerordentlichenFeyern die Verrichtungen eines Archomen, um sich denAtheniensern angenehm zu machen. Kurz, die öffentlichenGebäude, mit welchen er ihre Stadt verschönerte, insonder-heit des olympischen Jupiters prächtiger Tempel, den soviele Regenten nicht zur Vollkommenheit hatten bringenkönnen, und den er die Ehre hakte einzuweihen, nachdem erdie letzte Hand daran gelegt hatte; seine Ehrfurcht gegenihre Religion; die Akademien, die Büchervorräthe, die hei-ligen Spiele welche er bey ihnen einführte ; seine Einwei-hung zu ihren Geheimnissen, ihre Gesetze, die durch seine Für-sorge nach Drakons und Golons, ihrer ehemaligen Gesetz-geber, Vorschrift, gebessert wurden alles
dieses machte, daß man ihn für einen andern Ehestens hielt.Sie nannten ein gewisses Vierthel ihrer Stadt nach seinemNamen, setzten ihm unzählige Ehrenseulen, und wollten,daß er mit dem Jupiter die Ehre seines Tempels theilensollte. Allein, so groß auch theils die Erkenntlichkeit derAthenienser, theils ihre Ehrerbiethung oder Schmäuchcleygegen den Hadrian gewesen seyn mag: so sieht man dochnicht, daß sie, weder diesen Kaiser, noch irgend einen vonseinen Nachfolgern auf ihren Münzen verehret hätten, son-dern selbige waren zu allen Zeiten lediglich ihren Götternheilig.
Herr Dudiner, dem die Akademie im ^ozten Jahreaufgetragen hatte, die arheniensistchen Münzen zu unter-suchen, welche in des Königes von Frankreich Cabinekte sind,berichtete, daß die mehreste Zahl derselben in silbernen ein-
förmi-