Band 
Erster Theil.
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über die athem'ensischen Münzen. 249

„ liche Griechenland; von dortaus sind die guten Sitten„ und die Wissenschaften gekommen; selbst der Ackerbau ist„ hier, der allgemeinen Meynung nach, erfunden worden. Be-„ denke, daß du gesandt bist Städte und Menschen zu regie-ren, die so frey sind, als es jemals welche gegeben; ja die„durch ihre Tugenden, Thaten, Bündnisse, Vertrage und„ durch ihre Religion, sich die Freyheit zu erhalten gewußt„ haben, die sie von der Natur erhalten hatten. Verehre„dieGötter, als ihre Richter, verehre ihre Helden, die alte„Ehre dieses Volks, das geheiligte Alterthum ihrer Städte,„die Würde derselben, die großen Thaten, ja sogar die Fa-„ beln und den Stolz dieses Volks. Bedenke, daß eben die-„ses die Quellen sind, aus denen wir unsere Rechte geschö-„ pset haben. Erwäge, daß wir nicht ihnen unsere Gesetze„aufgedrungen, nachdem wir sie überwunden hatten; son-„dern daß Griechenland uns seine Gesetze mitgetheilet habe,„als wir es darum gebethen, und bevor es noch die Macht„unserer Waffen empfunden hatte. Kurz, du gehst nach„Athen! Lacedamon ist der Ort, dem du gebiethen sollst.„Es würde unmenschlich und barbarisch seyn, ihnen dasje-nige zu rauben, was sie von ihrer alten Freyheit noch übrig„haben. >,

Wenn plrnius in seinem Briefe diese zwo berühmtenStädte gleich nicht genennet hätte, so würde man sie dennochgar leicht an seinen Ausdrücken erkennen; insonderheit dieStadt Athen, von welcher das ganze Alterthum eben sogeredet hat, als dieser Schriftsteller 6".

L'r«/. /F. ^rro). Allein was in seinem

Briefe zu unserm Zwecke am meisten dienet, ist dieß, daß wireinen berühmten Hofmann sehen, der selbst in TrajansRathe saß, welcher die Ueberbleibsel der arhemensischenFreyheit noch verehret, und uns eben dieses Volk so beschreibt,wie es noch von der ehemaligen Herrlichkeit und den Wun-dern seines Ursprungs entzücket ist. Es ist allezeit voll vonseinen Göttern und von seiner Gottesfurcht, allezeit eifrigauf seine Vorrechte und Vorzüge, und unter der Herrschaft