Band 
Erster Theil.
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über die atheniensischen Münzen. 25z

wieder Kräfte bekommen, nnd in minder als Tagesfrist einReis hervorgetrieben, welches zwo Ellen lang gewesen.

Was die Eule betrifft, so hat man sie ihr als ein Zei-chen der Klugheit gegeben; da dieses Vogels Kenntniß vomZukünftigen, von der^Alten geglaubet worden. Daher ziehtDio Chrysostomus in der 12 6 E. des Aesopus Fabelnan, um zu zeigen, daß eben aus dieser Ursache, die Eule,der weisesten von allen Göttinnen gefallen. Dieß sind seineeigenen Worte, die der Minerva mehr Ehre bringen, alsdie Einbildungskraft derjenigen, die ihr Eulenaugen beyge-legt haben, um dieses Zeichen zu bestätigen. Allein vieleichthat dieses Bild auch einige Verhältniß mit den Arhemen-sern selbst? Die Eule war, wie Antiphanes im Athenäosagt, ein in ihren Gegenden sehr gemeiner Vogel; und übri-gens darf man ohne Bedenken zugeben, daß diese Göttinnmit der Stadt Athen einerley Kennzeichen gehabt. Das istgewiß, daß man den Namen der Eule auch den attischenMünzen gegeben. In diesem Sinne sagt eines reichen La-cedamoniers Sklave, daß unter dem Dache seines Her-ren eine gewaltige Menge von Eulen nistete.

Allein, warum stehen die Eulen in diesen Münzen äufumgeworfenen Gefäßen, die durch verschiedene Buchstabenbezeichnet sind? Sollten wohl die Athemenser, wie die mei-sten Alterthumsforscher bisher geglaubt haben, dadurch an-deuten wollen, daß sie zuerst die Verfertigung der irdenenGefäße erfunden? Diese Ehre macht ihnen niemand streitig.Man weis vielmehr, daß sie eben deswegen prometheengenennet worden. Sie haben aber wohl wichtigere Sachenerfunden, und doch auf den Münzen damit nicht gepralet.

Was die kleinen Nebendinge betrifft, die diese Gegen-seiten von einander unterscheiden, als, ein Donnerkeil, einDreyzack, eine Aehre, ein Geyer, ein Pegasus, der Son-nen Kopf, der Vicrorie Wagen, und der Ceres Fackel; sokönnte alles dieß ebenfalls seine Erklärung finden, und zwarin der Athemenser Religion selbst, als viele andere Kennzei-chen