Band 
Erster Theil.
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264 xi.. Oudmets Betrachtungen

ninerr noch so blühend war. Herkules ist in den meistenganz lacedamonifchen Münzen die Hauptgottheik; dasheißt in denen, daran die Römer keinen Theil hatten: siemö ;en nun zur Zeit derRepublick, oder seit der Errichtungdes Kaisecthumr, geschlagen seyn, dergleichen die sechste, sie-bende und achte auf beygehendem Kupferblatte sind.

Wir haben schon gesaget, daß Herkules den Weih-rauch der Lacedamomer mit dem Lastor und pollux ge-theilet: und diese Theilung war auch sehr billig; denn erhatte Lakonien sehr große Dienste geleistet. Seine Nach-kommen hatten daselbst in einer Folge, seit ihrer Rückkunftin Peloponnesus, bis aufLykurgs Zeiten regieret, und dieLacedainonier hatten sich ein Gewissen gemachet, keinenandern Konigen zu gehorchen, als die vom Herkules ab-stammeten. Also konnten diese Helden auch auf die Ehreihrer Münzen eben sowohl einen Anspruch machen, als dieDroscuren.

Die achte Münze stellet ihn auf einer Seite mit derLöwenhaut auf dem Kopfe vor, und auf verändern sieht manzwey Gefäße mit Schlangen umwickelt, welches sich ziem-lich ungezwungen auf seine erste Arbeit und auf diejenigenGefäße schicket, die das Alterthum ihm gewidmet hat. Diemit Schlangenstaben verbundenen Keulen auf den folgendenGegenseiten konnten auch in Herkuls und der MinervaGottesdienste ihre Deutung finden. Allein diese Snmbolaund die Lorberkronen, womit sie umgeben sind, scheinen viel-mehr anzudeuten, daß die Lacedamomer sich durch ihregroßen Thaten furchtbar gemacht, so wie auch Herkules ge-than , und daß sie dadurch Schiedsrichter des Krieges undFriedens geworden.

Nun stünde es noch dahin, ob der bärtige Kopf, umwelchen auf beyden Münzensteht, Jupitersoder Lykurgcns Kopf sey ? Vieleicht war es den Lace-damomern nicht unlieb, wenn die Nachkommen sich hier-um irren könnten. Die meisten Gesetze, welche Lykurgus

gegeben,