über die lacedamonischen Münzen. 265
gegeben, gleichen des Minos Gesetzen, den ältesten, die manin ganz Griechenland gehabt, welche man auch gemeiniglichdem Jupiter zuschreibt. Man sagte, Lykurgus sey aufder Insel Crem gewesen, um sie desto besser zu fassen, inder Zeit, da er des spartanischen Königes LharilausVormund war. Dieß gestunden die Lacedamonier selbst,und plaro sagt es gerade heraus t). c/e daß des
riAnos und Lykurgs Gesetze Geschwister wären. Da nundie gemeine Meynung wirklich dahin geht, daß Jupiterdem rNinos die erotischen Gesetze eingegeben sLrcce-o '/-ssc.AE/?. 7/.^; so kann man aus allem diesen ungezwun-
gen folgern, daß die Lacedamonier bis auf die Quelle zu-rück gehen, und ihren Gesetzgeber, dem sie bereits einenTempel gebauet, und öffentlich göttliche Ehre erwiesen hat-ten , für einen andern Jupiter ausgeben wollen m
Golzius führet zwo Münzen von zween alten laceda-monischen Königen, dem Agesüaus und polydorus an;allein die Lorberkronen kommen ihnen auf keinerley Weisezu , und das übrige noch weniger. Wir halten uns dahernur an die Münzen, von welchen wir Rede und Antwortgeben können. Sie gehen zwar nicht bis auf die eisernenMünzen zurück, welche zu Lykurgs Zeiten einzig und alleinüblich waren; allein sie sehen noch dem ausdrücklichen Ver-bothe goldener und silberner Münzen ähnlich, welches dieLacedämonier so beständig beobachtet. Kurz, diese Vol-ker haben uns nur küpferne Münzen gelassen, und alles wasdarauf steht, das geht die lakonischen Gottheiten an, wiebey den athemenstschen, die attischen Götter. Mehrmuß man in demjenigen nicht suchen, was diese zwo so be-rühmten Republicken betrifft, die sich einander die Herrschaftüber Griechenland streitig gemacht, bis sie mit Grie-chenland selbst unter das römische Jochgerathen sind.
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Xl.1.