26Z
xll. Boze,
nem 6 Buche, daß Herkules durch dieses Land gekommenund von einem Helden Namens Lroron aufgenommen wor-den, und aus Eifer auf einen Straßenräuber Lacimus, derihm dann und wann einige von seinen Ochsen gestohlen, denEroron aus Versehen erschlagen. Herkules dem diese Thatüberaus leid ward, erzeigte dem Andenken seines unglückli-chen Wirthes alle mögliche Ehre. Er l' ß ihm ein Grab andem Ufer des Flusses Aesarus aufrichten, und weißagetezugleich, daß an eben diesem Orte dereinst eine große Stadtentstehen würde, die man nach dem Namen des Verstorbe-nen nennen würde.
Nun war Crokons Grabmaal noch vorhanden undHerkuls Weißagung noch nicht vergessen, als ApollonsOrakel den Msjcellus in diesen mittäglichen Theil vonAlkalien verwies. Man will sogar, Myscellus wäre imTraume ermähnet worden, seiner neuen Stadt den NamenLrorona zu geben, wofern er wollte, daß Herkules einerihrer Beschützer seyn sollte. Einige Meilen davon stand auchder IunS Tempel mit dem Zunamen Lacinia, welchendieser Held erbaueke, nachdem er den Räuber Lacimusnachdrücklich gestrafet hatte. Livius machet uns einen herr-lichen Begriff von diesem Tempel, wenn er, nachdem er vondem blühenden Zustande der Stadt Erorona geredet, imZ4 Buche, hinzusetzet: 8ex iiüllia noemr sb Vrbe nobilelemplum ipla Vrbe nobilius, lunnmx/^cr'nE, Lanökum«Iimibm circa populis. Hierauf beschreibt er den der Göttinngeweihten Wald, und die Viehweiden, allwo die unzählba-ren Hc-erden ganz allein weideten, ohne daß man von derWildheit der Wölfe, oder von der Bosheit der Menschen et-was für sie fürchten dorfre, und zu Ende seiner Beschreibungbemerkt er, daß in dem Tempel eine ganz goldene Seulegestanden, und daß er nicht minder wegen seiner großenReichthümer, als wegen seiner Heiligkeit, berühmt gewesen.Anderwärts saget er, daß Hanmbal daselbst mit griechischerund panischer Schrift die Geschichte seiner Siege beygeleget:und an einem andern Orte, erzählet er auf eine prächtige