von den crotonischen Münzen. 269
Weise des Censors Lulvius Llaccus und seiner zween Söh-ne Tod, weil sie sich unterstanden, einen Theil von der Deckedieses Tempels wcgzurauben, den doch die größten Feindedes römischen Volks, allezeit verschonet hatten.
Der Crotoner Gottesdienst gegen die Juno Laciniaist auf ihren Münzen ganz deutlich ausgedrückt. DieserGötn'nn Haupt ist fast allezeit darauf gepräget, und mansieht keine andern Köpfe darauf. Man findet auch Drey-süße und korberzweige, als die gewöhnlichen Preise der grie-chischen Spiele darauf, in welchen die Croroner sich durcheilte große Menge Siege hervorgethan hatten. Die Gegen-seite endlich nimmt mehrentheils Herkules ein.
Was nun den Herkules betrifft, von dem hier fastmehr die Rede zu seyn scheint, als von irgend einer andernGottheit, so begreift man gar leicht, daß er in einer unge-mcinen Verehrung bey einem Volke müsse gestanden haben,welches wegen seiner natürlichen Stärke so berühmt und be-liebt war. Dieses Crorona ist es, welches den berühmtenNnlo, den Ischomachus, den Tisikrares, den Astylusund so viel andere vortreffliche Kämpfer hervorgebracht hat.In einer einzigen Olympias, saget Strabo, wären siebenCroroner bey den olympischen Spielen gekrönet worden,und hätten alle den Wettlaufpreis davon getragen. Siewurden von der Wiegen an für Herkulesse gehalten, undes ward gar bald zumSprüchworte, daß der Schwäche-re von ihnen, der Grarkeste unter den Griechen wäre: