Band 
Erster Theil.
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auf den römischen Münzen. 271

zu Rom überaus seltene Sache gewesen, indem zu deren Er-langung sehr viele Bedingungen erfordert wurden. Daßaber nichts gemeiner gewesen als die auf den konsularischenMünzen vorgestellten Wagen, indem es deren fast in allenFamilien und zuweilen noch darzu eine große Anzahl, giebt.

4. Daß die Wagen der Sieger, nach des FlorusBerichte, nicht verändert werden borsten, und allemal vier-spännig waren, die Wagen aber auf den consularischen Mün-zen , fast alle der Figur nach, von einander abweichen. Daßin den: Sieasgepränge die vor den Wagen des Siegers an-gespannten Pferde, mit langsamen majestätischen Schrittengierigen, und die Pferde auf den Münzen insgemein in einemso schnellen Schritte begriffen sind, daß sie fast die Erde nichtberühren und zu stiegen scheinen.

Um allen diesen Beobachtungen noch ein neues Gewichtzu geben, so durchlief und untersuchte Herr Baudelor insbesondere einige von denen konsularischen Münzen, welcheLulvius Ursinus, Patin, Beger, und endlich auch HerrVaillanr, durch sogenannte Siegsgepränge erkläret haben,und die dennoch nach der Geschichte und den kallls, nicht diemindeste Verwandtschaft damit haben können. Endlich be-schrieb er eine Münze aus der Familie Domitia, wo manzwischen den Beinen der vor den Wagen gespannten Pferde,einen Menschen sieht, der einem Löwen eine Lanze vorhält,und erkläret dieselbe mit einer Stelle aus dem plmius,welcher saget, daß als Domirius Ahenobarbus Bauherrgewesen, er den gewöhnlichen Rennen des Lirci noch einSchauspiel von hundert Löwen und so vieler Mohrenbeygesetzt, welche letztem abgerichtet waren,mit ihnen zu kämpfen.

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