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X^VIII
Herrn Gallands Gedanken
von der verschiedenen Bedeutung der
Formel 8.0. oder LX 8. 0. 8enatu8 conlülto,auf den alten Münzen.
erhub sich im 1707 Jahre eine Frage in der Akade-mie wegen des 8ensni8conIuItl, welches fast allezeitauf den metallenen Münzen mit diesen Anfangsbuch-staben 8. L. und LX 8. L. oder auch nur 8. L. bezeichnetwird; ja es steht auch auf den goldenen und silbernenMünzen zuweilen solchergestalt abgekürzet, oder nach derLänge ausgedrückt: 8 I 5 dlXlV 8 LOdi 8 VU' 1 ' 0 .
Einige Mitglieder glaubten, daß diese Formel alle-zeit dieselbe sey, und daß sie deswegen auf den Münzen ebenkeine besondere Bedeutung annehmen könnte, weil die Münzevon einem unterschiedenen Metalle wäre; welches in gram-matikalischem Verstände feine Richtigkeit hak.
Andere die in den Münzen geübter und bewandertersind, versicherten, daß das 8. auf den metallenen Mün-zen, bloß andeutete, daß dergleichen Art von Münzen aufBefehl des Senats geschlagen wäre; daher es denn käme,daß die Formel 8. L. auf selbigen fast allezeit im Felde oderim Abschnitte, von der Umschrift abgesondert steht. Aufden goldenen und silbernen Münzen hingegen macht, dasLX 8. L. einen der Theil Umschrift aus, und bedeutet,daß die Ehrentitel der Aufschrift, oder das rühmlicheBild der Münze, durch einen besondern Schluß des Se-nats verordnet worden sey.
Herr Galland, der dieser Meynung war, bestätigtedieselbe einige Tage darauf, durch Vorzeigung einiger gol-denen und silbernen konsularischen und kaiserlichen Münzen,die er in die Akademie brachte.
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