Band 
Erster Theil.
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zo8 Mautours Bedenken

brechen sey, in Beschreibung alter Denkmäler das geringstezu ändern oder wegzulassen, sogleicy einen neuen Kupferstichvon diesem Carmole machen ließ, der zwar allerdings fasteine bloße Nachzeichnung von der Frau le Hay ihrem war,aber doch einige Aenderung in gewissen Figuren und inson-derheit in Absicht des Abschnitts mit dem Fischerenthielt.

Hierauf verfertigte er eine Abhandlung um zu bewei-sen, daß dieser Carniol keine Weinlesen nach Art derAlten,sondern eine Art von Fest oder Opfer zu Bachus Ehrenlind zur Erinnerung seiner Geburt, enthielte. Nach seinerMeynung tragen alle Figuren zu dieser Erklärung dasIhrige bey.

Gleich anfangs sieht man auf diesem Steine zwoFrauen, deren eine auf ihrem Schooße ein nackendes Kindhat. Herr von Mautour erkennt hier den jungenBachus, die Ino seine Amme, und die schöne Hippa,deren deö (Orpheus Gesänge Erwähnung thun. In ei-nem auf der Erde sitzenden Alten, erkennet er den Achasmas der Ino Mann, oder wofern man lieber so will,einen Faunen der eine Schale hält um zu des BachusEhren die Auögießung des Weins zu verrichten. Sodurchgeht er alle Figuren dieses Steines und lenket sie zurBestätigung seiner Meynung, ausgenommen das Pferd,welches ihm allerdings zu schaffen macht. Allein außer,daß eS wegen des so kleinen Steines, schwer ist recht zu un-terscheiden, ob es eigentlich ein Pferd, oder ein Leopard,oder ein Tyger ist, so bleibt weiter keine Schwierigkeit, wieHerr vonMamour sagt, wenn man sich nur besinnet, daßdie Sonne, deren Wagen mit göttlichen Pferden bespan-net war, bey den meisten Mythologen vom Bachus nichtunterschieden ist.

Da endlich Herr von N?autour auf dem ganzenSteine nichts findet, welches Alexanders Person, oder despyrgoteles Arbeit anzeigte, so setzt er die Zeit desselbenlieber in die Zeiten der prolHinäer und gründet sich hiermit

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