über des Mich. Angel» Pettschast. 529
auf das Verhältniß, welches die Figur des Fischers im Ab--schnitte, mit einer Idylle aus dem Theokrit die Fischergenannt, haben kann, welches Gedicht unter dem ptolo-maus Phrladelphus verfertiget worden.
Diese mamourische Erklärung hat gleichwohl denHerrn Buudcior nicht abgehalten noch eine andere zu su-chen ; ja gar einen neuen Kupferstich erwähnten Carniolsmachen zu lasten, und derselbe ist eben der, welchen mandiesem Arcickel beygefüget hat. Herr Bandelst behauptet,dieser Stein enthalte dasjenige, was sich zu Athen bey demFeste zugetragen, welches man daselbst?uanep6e8 nannte.Ehestens hatte dasselbe zu Apollons Ehren eingesetzt, alswelchem er hauptsächlich seinen Sieg über den Minotauruszu danken hatte. Dieß Fest hieß Puanepstres, weil e6eine Akt von andächtiger Psticht war, so lange dasselbe dau-erte, nichts als Bohnen zu essen ; und man hatte nachdemselben, bey den Athenienstern, den ganzen Monat, imwelchem es gefeyert ward, Puairepfrsn genannt; dieserMonat aber kam, nach Anzeige eines alten Calenderö, theilsmit unserm Herbstmonate, theils mit unserm Weinmonateübcrein.
Einer der wesentlichsten Gebräuche bey diesem Feste,bestand darinn, daß man in gewisse Körbe alle verschiede-nen Arten von Früchten sammelte und herumtrug, welchedie Jahrszeit darboth; und eben hiermit sind die meisten Fi-guren auf vorstehendemCarniol beschäfftiget.
Theftus als der Held und Stifter dieses Festes stehtin der Mitte, mit Olivenzweigen gekrönet. Mit der Rech-ten hebt er ein Gefäß als ein Hebeopfer für den Apollo indie Höhe; mit der Linken aber hält erden Zügel eines Pfer-des, welches Neptuns Symbolum ist, dem Thestus dasLeben zu danken hatte.
Weiter unten sind Athcnicnstr und Athenienstrin-nen die das Fest begehen. Man hat auch nicht unterlas-sen ein Kind hinzuzeichnen, um sich des Glücks zu erinnern,daß man vsn diesem grausamen Zolle befreyet wäre.
U z
Der