Band 
Erster Theil.
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Zi6 L.II. Von zween andern Agathen.

kommen einem allezeit sieghaften Prinzen zu, der ebenim Begriffe war den Sieg in Deutschland zu enden, alses dem Tiber einfiel ihm die Ehre des Siegsgeprängcszuzugestehen, um ihn nur zu verhindern, daß er die Früchteseiner Siege einerndten möchte. (IlrE. Lr'H.,/.)

Er starb im fünften Jahre der Regierung dieses Kai-sers. Die Zeitung von seinem Tode sehte das ganze Landin Entsetzen: und als seine Asche von der Arzrippina,nach Rom gebracht ward , so fiengen die Soldaten , dieobrigkeitlichen Personen und das Volk von neuem an ihnso heftig zu beweinen, daß man hätte sagen sollen, eswäre ihnen entfallen , daß Tiber auf dem Throne säße.Die Sache gieng so weit, daß dieser Kaiser, der auf desGermanicus Ruhm noch immer eifersüchtig war, einenBefehl mußte kund thun lassen, damit der Trauer unddem Schmerze der Römer nur ein Ende gemacht würde.

Es ist daher nicht zu verwundern, daß Caligula sei-nen Vater in einem besondern Werke vergöttern wollen, daer bey seiner Gelangung zum Throne, das heißt, mehrals fünfzehn Jahre nach des Germanicus Tode, ihnnicht öffentlich unter die Götter versetzen konnte. Waser nun damals für alle seine Angehörigen, sonder Aus-nahme that, das verdienet wohl, daß man ihn auch fürden Urheber dieses Agaths halte.

Der andere Agath ist fast von eben dem Geschmackeund dem Ansehen nach auch von eben der Zeit, als dererste. In den Zeiten der Unwissenheit, hatte er ebenfallsfür Josephs Triumph in Aegypren gegolten. Eine er-leuchtetere Zeit aber hat ihn dem Germanicus und derAgrippina wieder erstattet, welche auf demselben unterder Gestalt der Ceres und des Triprolemus in dem Wa-gen dieser Göttinn, vorgestellet sind. Vieleicht ist auchdieses Stück noch ein Denkmaal von des Calirzula gelob-ten Gottesfurcht im ersten Jahre seiner Regierung.

Nichts ist in dem Heidenthume gemeiner, als derglei-chen Vergleichungcn der Prinzen und Prinzcßinnen mit den

Gott-