Band 
Erster Theil.
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344 n Vertots Vertheidigung

sklavischen Abschreiber und Nachahmer von dem MöncheHunivald ansehen, so wird man oft genöthkget ihn zu ver-theidigen. Dieß geschah insonderheit vom Abte Verlor im1708 Jahre, bey Gelegenheit einer Stelle dieses Chronick-schreibers, allwo von einem Theodemer Könige derLran-ken, die Rede ist. Um den Fredeczar nun zu rechtfertigen;so nahm er sich dreyerley Puncte vor.

Erstlich, zu zeigen, daß er in dem wichtigsten Theileseines Werks den Mönch Hunibald nicht abschreiben können.

Zum andern, seinen Namen, sein Vaterland und dieZeit in welcher er gelebet hat, anzuzeigen.

Drittens dasjenige, was er vom Theodemer demKönige der Franken sagt, durch des Gregorius von ToursZeugniß selbst zu bestärken.

Man gesteht gar willig zu, daß des Mönchs Huni-balds Geschichte nichts anders als ein erbärmlicher mit Fa-beln durchspickcer Roman sey, denen sogar alle Wahrschein-lichkeit gänzlich fehlet. Trirheim hat uns einen Auszugdavon gemacht. Man weis, daß die sechs ersten Bücher dentrojanischen Krieg, bis auf Antenors Tod betreffen; daßdie sechs folgenden bis auf den pharamund gehen, unddaß die leßten endlich mit Tlodoväus dem I- beschließen.Seit dem Tlodoväus an also, ist Lredegar von demVorwürfe frey, daß er den Mönch Hunibald abgeschrieben,indem selbiger über dieses Prinzen Zeit nicht hinaus gegangenist. Man kann ihm höchstens nur diejenige Stelle vorrü-cken, wo er von dem Ursprünge der Franken, von desrovaus Geburt und den erstaunlichen Erscheinungen redet,die König Thilderich in der Brautnacht gehabt.

Es ist wahr, daß er die ersten Franken aus dem altenTroja herleitet; allein diese, im Absehen auf das Alterthumso schmauchelhafte Meynung, ist doch wohl nicht hinlänglichsein Werk verächtlich zu machen. Und würde nicht dieserVorwurf den Aimonius, den Giegeberr von Gem-blours, den ungenannten Verfasser der Thaten der Könige

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