596 i.xvm. Herrn Pouchards
Die Fräuleins in dem Kloster St. Cyr stellten die ver-schiedenen Personen dieses Stücks vor, und machten einesehr angenehme Ergötzung daraus. Der König selbst be-ehrte diese Vorstellung mit seiner Gegenwart, und erholekesich daselbst einige Stunden lang von den unermeßlichenBemühungen, denen er sich unabläßig unterzieht, um denFrieden in Europa und die Ruhe seiner Unterthanen zu be-fördern. Herr Düche vollendete noch ein Stück, was die-sem ganz ähnlich und zu gleicher Absicht bestimmet war,als ihn der Tod in der Blüthe seiner Jahre da-hin raffte.
I.XVM.
Herrn Pouchards Leben;
in der öffentlichen Versammlung nach
Ostern im 1706 Jahre vorgelesen.
Akademie der Aufschriften hat in einer Zeitvon wenig Tagen zween berühmte Akademisten ver-loren, die sie mit allem Rechte bedauert; den ei-uen, wegen des beständigen Beystandes den er ihr geleistethat; und den andern, wegen desjenigen was sie sich noch vonihm künftig versprechen konnte.
Julian pouchard, ein Beysitzer dieser Akademie,war im i6;6 Jahre, nahe bey Domfront in der Nieder-normandie gebohren. Er gab seine Lust zu den Wissen-schaften und die Geschicklichkeit es weit darinnen zu bringen,zeitig zu erkennen. Denn nachdem er seine Studien zuMaus angefangen, und in das Collegium zu Lifieux ge-kommen war, dieselben fortzusetzen, so glaubte Herr (Al-lst, der über feiner Fähigkeit und Zunahme in den Wissen-schaften erstaunte, er könne seine Großmuth nicht besser an-wenden.