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Erster Theil.
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l.xix. Herrn Baraks Leben. 399

tig gewesen. Die Ehre und Tugend welche ihn lebenslangnicht verlassen, werden sein Andenken bey seinen Freundenallezeit theuer erhalten und die Betrübniß der Akademiein langer Zeit kein Ende nehmen lassen.

L.XIX.

Herrn Barats Leben;

in der öffentlichen Versammlung nach

Ostern, rm 1706 Jahre vorgelesen.

U^icolaus Barak, welchen Herr Despreaur zu sei-nem Schüler ernannt hakte, war zu Bourges ge-bohren. Anfangs studierete er zu Gens und zuleßtzu Paris, allwo ersieh besonders auf die morgenländischenSprachen legete. Der Pater Thomajsin, welcher ihnkannte und gesonnen war ein Glossarium zur Kenntniß die-ser Sprachen zu verfertigen, zog denselben an sich; undman zweifelt nicht, daß er ohne Herrn Barars Beystandviele Mühe würde gehabt haben, mit einem solchen Werkezu Stande zu kommen. Dieser gelehrte Pater hatte einebesondere Liebe und Hochachtung gegen ihn und beklagtesich nur über seinen gar zu großen und beständigen Eifer imStudieren; gleich als wenn er schon damals voraus gesehen,daß diese große Arbeit seine Kräfte erschöpfen und sein Le-ben verkürzen könnte.

Herr dü Hamel der ihn nach diesem ersuchte, ihmin dem Drucke der Bibel beyzustehen, die er unternommenhakte, ertheilet seiner Gelehrsamkeit und dem Nutzen den erdavon gezogen, ein unstreitiges Zeugniß. Allein allesdieses Wissen, und diese tiefe Gelehrsamkeit, waren nochnicht das schätzbarste an ihm. Seine ungehäuchelte Got-tesfurcht erhellete aus allen seinen Werken und Reden; und

seine