Vaittants Leben. 40z
Es kamen nach einander zwo Auflagen dieses Werkszu Paris und eine dritte in Holland heraus. EinGlück, welches bey bloßen Latulochü sehr selten ist, als dieman mit wahren Gerippen vergleichen kann, deren Sebön-heic höchstens nur von den Meistern in der Kunst, erkanntund geschaht wird.
Der Minister war überzeugt, daß Herr paillanc-bey seinen Reisen allemal wichtige Sachen entdecken würde,und beredete ihn noch einmal über die See zu reisen. Erreiscte daher im i674sten Jahre im Monats Octvber vonParis aus, und gierig zu Marseille mit vielen andernPersonen zu Schiffe, welche so wie er, bey dem Anfangedes großen Jubelfestes des heiligen Jahres in Rom zuseyn und dessen Feyerlichkeit gelassen anzusehen gedachten.Allein ein betrübter, aber sehr seltsamer Fall, vernichtetediese Neugierde. Sie waren auf einem lwormstchenFahrzeuge, welches den ander» Tag nach der Abstattn, voneinem algierischen Seeräuber angefallen und gefangenward. Die Franzosen, welche keinen Krieg mit denAlgierern hatten , schmauchelten sich , man würde sie anLand setzen , und so war cö auch bey andern Gelegenheitennur ganz neuerlich gehalten worden. Allein der Co.sarweigerte sich dessen, weil er zu weit vom lande wäre undnur so viel LkvenSmittel hätte, daß er nach Hause kommenkönnte. Man plünderte sie auch eben so gilt als die an-dern , und sagte immer dazu: knua p.ics brnncolt; daman sie aber nach Algier brachte, hielt man sie alle alsSklaven. Der französische Consul forderte sie vergeblichlos. Der Da» beharrete dabey , daß er sie als ein Ent«geld für acht Algierer -ehalten wolle, die, wie er sagte,auf des Königes Galeeren waren, und deren Freylassunger nicht hätte erhalten können. Kurz, nach fünftehalbMonaten Gefangenschaft, dorfte Herr paillanc wiedernach Frankreich reisen. Man gab etwa Zwanzig goldneMünzen wieder, die man ihm genommen hatte, und ersetzte sich in ein Fahrzeug , das nach Marseille abgieng.
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