Vaillants Leben. 407
Hunderts eine Sammlung aller derer Münzen herausgege-ben, welche ihm von den römischen Kaisern bekannt wa-ren ; allein es waren sehr wenig griechische dabey, und siewaren auch außerdem sehr übel beschrieben. Im i68zstenJahre hatte der Graf Mezzadarba, E>ccons Buch mitvielen tausend lateinischen Münzen vermehret und zugleichalle griechischen hinaus geworfen, von denen er in zweyenJahren einen besondern Band zu liefern versprach. Eswar fast fünfzehn Jahre, daß die Welt darauf wartete,als Herr Vaillant, welchen seine zwölf Reisen nach Rom,zwo in die Levante, und eben so viel nach England nndHolland, in der That in den Stand geseßt hatten, einemsolchen Versprechen eine Gnüge zu leisten, zu Paris seineSammlung unter dem Titel drucken ließ : Mimilmawlm-pergtomm, AüAullanmr ctOse/seinn, s?o^>ub'5 ltmuauasckitioni« 6raecs loguemibus, ex oiuni inoclulo zwrcullä.in 4. 1698-
Die amsterdammischen Buchhändler schlugen ihmbald darauf eine neue Auflage vor; und selbige kam imi7OOsten Jahre zum Vorscheine. Er hat sie mit mehr als700 Münzen und einer großen Menge vortrefflicher An-merkungen bereichert, die nur bloß der Deutlichkeit undRichtigkeit wegen , kurz zu seyn scheinen. Herr Fou-cault, dieser berühmte Akadem ist , welchem Herr Vail-lanc diese zwo verschiedenen Ausgaben seiner Sammlungzueignete, ist wegen seiner Geschicklichkeit in diesen Sachenüberall bekannt, und sein Beyfall wird allezeit für dasSchicksal eines Werks Bürge seyn.
Im irrsten Jahre gab er in Amsterdam die Ge-schichte der ägyptischen Könige aus Münzen heraus, dieer gleichsam versprochen hatte, als er die Geschichte dersyrischen Könige auf eben die Art herausgegeben hatte.Die Schriftsteller geben uns viel mehr Unterricht von denAegypriern als von den Syriern; und durch ein Wider-spiel , davon man keinen Grund angeben kann , smd derptolsmäer Münzen schwerer zu unterscheiden, als der
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