Band 
Erster Theil.
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408 L.XX. Des alten Herrn

Seleuciden ihre. Sie enthalten gar keinen Zunamen,wenn man des Evergeres und Philoparors ihre aus-nimmt, die man auch nicht einmal rund um das Bildnißdieser Prinzen, sondern nur auf den Gegenseiten einigerGottheiten findet. So dunkel sie indessen zu seyn schei-nen , so wenig waren sie es dem Herrn Vaillant. Erfand darinnen die chronologische Folge derer 14 Könige,welche Aegypren innerhalb 294 Jahren beherrschet hatten,nämlich seit dem prolomäus des Lagus Sohne, welchernach Alexanders Tode dasselbe bemeifterte, bis auf die be-rühmte Cleopatra, mit welcher das Geschlecht und Regi-ment der Lacsiden ein Ende nahm. Was aber diejeni-gen Wunder nehmen kann, die in diesen Geheimnissennicht beschlagen sind, ist dieses, daß er durch die Münzendie Dauer verschiedener Regierungen festsetzte, die von denSchriftstellern gar nicht waren bemerket worden.

Diese Geschichte der ägyptischen Könige aus denMünzen erschien unter des Großhcrzogs Schuh , welcherden Herrn Vaillam mit einer besondern Hochachtung be-ehrete, und ihm alle Jahr einen starken Verrath auserle-sener Weine schickte. Dieses ist vieleicht ein gewisseresMerkmaal von eines Fürsten Angedenken , als irgend einander Geschenk gewesen seyn würde.

Endlich druckte man noch im i^ozten Jahre ein neuesWerk vom Herrn Vaillanc über die Münzen ; und daswar die Erklärung aller Schaupfennige der römischen Fa-milien : Xummi antigui kamiliarum Komanaruin perpe-tuis mterpretatiombus illulirati. Zwey Bände in Folio.Amsterdam.

Einige Liebhaber des Alterthums hatten bereits die-selbe Materie abgehandelt; allein so ausführlich, ordent-lich und mit so glücklichem Erfolge war noch nie davon ge,schrieben worden. Dieses Werk ist annoch in Frankreichsehr unbekannt, indem die Slöhrung des Handeis nichterlaubet hat, viele Abdrücke davon kommen zu lassen. DieBuchhändler halten es wegen der Zahl der Kupfer, der

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