Band 
Erster Theil.
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Leben. 417

ten, worinnen dieselbe bestanden. Dom Mabiklon fandin der Abtey von Luxeuil ein l-eLonarium, dessen man sichvor mehr als tausend Jahren in Frankreich bedienet, um dieMesse, die Prophezeyungen, Episteln und Evangelien zulesen. Den Augenblick merkte er die Wichtigkeit seiner Ent-deckung, und als er nachmals das Manuskript mit verschie-denen überbliebenen Stücken vom h. Hilanus Bischöfenvon Portiers, vom ApoUinaris Sidomus Bischöfenvon Clermonr, vom h. Cäsar von Arles, vom h. Gre-gsrius von Tours, und von einigen andern Schriftstellernverglichen, die zu des großen Carls Zeiten gelebet, so eig-nete er dieses erste Denkmaal von unserer Väter Gottesfurcht,der Ehre unsers Volks wieder zu.

Der Erzbischof von Reims glaubte, es erfordere dasWohl der Wissenschaften, daß Dom Mabillon noch diewälschen Büchersäle eben so durchzöge, wie er in Deutschlandgethan; und als er mit dem Könige davon geredet, so befahler, daß Mabülon diese Reise, als vom Könige abgeschicktBücher und Nachrichten aufzusuchen, thun sollte. Er rei-set e im Monate April des ikZzsten Jahres ab, und kam imIulio des folgenden Jahres mit einer reichen Erndte wie-der heim. Er lieferte in des Königs Büchervorrath mehrals dreytausend Bande seltener theils gedruckter theils ge-schriebener Bücher, und verfertigte im i687sten Jahre unterdem Titel lvluleum iuckicum zween große Quartbände, de-rer Stücke, die er entdeckt hatte. In dem ersten Bandedieses lvlulei itglici findet man eine Beschreibung seinerReise. Jedoch geht seine Beflissenheit dabey nicht so weit,daß er alle die Ehre beschrieben hatte, welche die Gelehrtenund die größten Standespersonen ihm erwiesen. WarDom Mabillon zu allen Acten der Wissenschaften geboh-ren, so besaß er auch eine Demuth, die über allen glücklichenFortgang erhaben war. Man weis es nur als eine öffent-liche Geschichte, daß, als er in Rom gewesen, die Bücher-commlsston ihn um sein Gutachren von des Vossms Buch

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