Band 
Erster Theil.
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446 I.XXV. Thomas Corneillens

lateinisch sagte, und das Gesicht zum Beichtvater wandte,um durch dieses letzte Lebewohl sie nicht ganz niederzuschla-gen. Kurz, er hat niemals mehr Standhaftigkeit, undHoheit der Seelen, gezeiget, als in diesen betrübten Augen-blicken, in welchen die entlehnten Tugenden verschwinden;und in denen die mehreren Menschen sich selbst verunehren.

I.XXV.

Herrn Lomeillens Leben;

in der öffentlichen Versammlung »ach

Ostern, 1710 vorgelesen.

Thomas Corneille war zuRouen den 2osten August162; gebohren. Sein Vater war Peter Corneille,königlicher Sachwalter bey der Marmortafel undseine Mutter, Martha le pesant, Tochter eines Rech-nungsmeisters, von welchem auch die Herren le pesant vonBoisguilberc, entsprungen sind, deren einer Rath in dergroßen Parlamentökammer zu sollen, und der andereI-isu-renam 6eneral und Präsident bey dem Präsidial dasigerStadt ist.

Der junge Corneille studierte bey den Jesuiten, undeö ist zu glauben, daß er sich gut gehalten. Was man ameigentlichsten davon weis, ist, daß als er die Rhetorick ler-nete, er in lateinischen Versen ein Stück verfertigte, welchessein Rector so gut fand, daß er es für sein eigen annahm,und es an dessen Stelle erwählete, welches er von seinenSchülern zur Austheilung des jährlichen Preises sollte auf-führen lassen.

Als er mit seinen Studien fertig war, kam er nachParis, allwo seines ältesten Bruders, Peters CorneilleBeyspiel, ihn zur theatralischen Dichtkunst wandte; ein Bey-spiel welches zur Nachfolge eine Verwandtschaft des Geistes

. erfo-