Band 
Erster Theil.
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von Lamoignon Leben. 445

n« Schwachheit, die seit mehr als zweyen Jahren allen Ar-zeneyen trotzet«, riß ihn endlich den?ten August 1709 im6zsten Jahre, einem Monate, und etlichen Tagen seines Le-bens dahin. Er war aus einem der ältesten und edelstennivernestschen Häuser entsprungen, welches nachdem essich im Kriege hervorgethan, und zwar noch vor des h. Lud-wigs Regierung, unter Heinrichen dem ll. die vornehm-sten Civilamrer zu bekleiden ansteng, in welchen es allezeitden Ruhm erhalten hat, den es sich durch die Waffen er-worben hatte.

Er hat von seiner Gemahlinn, Frauen Marien Voisin,zween würdige Söhne hinterlassen, deren einer PräsidentA sortier und der andere Generalsachwalter ist; und zwoTöchter, deren älteste die Frau Oberpräsidentinn der Rech-nungskammer, die andere aber an den Herrn von Mani-dan Präsidenten ä sortier im thouloustschen Parlamen-te , verheirathet ist.

Herrn von Lamoignons großmüthige und wohlthä-tige Gemüthsart, zog ihm eine große Menge Freunde vonallerley Ständen zu; und der Theil den er an allem nahm,was ihnen angenehmes oder verdrießliches zustoßen konnte,machte ihm dieselben täglich mehr zu eigen.

Gegen seine Familie war er sehr zärtlich; und da er ihrnichts mehr zu gute thun konnte, als daß er selbst sich be-mühete, ihr den Schmerz seines Verlusts zu vermindern,so wandte er die letzten Augenblicke seines Lebens dazu an,daß er den Seimgen entweder alle Trostgründe über diesernothwendigen Trennung beybrachte, oder deren Annäherungvor ihnen verbarg. Noch den Tag vor seinem Tode, daer an seinen Bruder, den Herrn von Basville schrieb, be-merkte er ihm seinen Zustand nur mir diesen Worten: inkurzem werdet ihr mein Schicksal wissen ; und als erdas letztemal mit seiner Gemahlinn redete und ihr für alleSorgfalt gedanket hakte, die sie in seiner Krankheit für ihngetragen, so wandte er sich gegen seinen Beichtvater undsagte: Oiiccka vxor, aeternum vale, welches er mit Fleiß

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