Band 
Zweyter Theil.
JPEG-Download
 

der Reisendem 17

welchem sie abreiseten. Andere Gebethe thaten sie an die.jenigen Götter, unter deren Obhut diejenigen Oerter stun-den, durch welche sie durchzogen; andere endlich an dieGottheiten des Ortes, wo ihre Reise ein Ende hatte. DieFormel dieser Gebethe ist uns in den Aufschriften aufbe-wahrt geblieben, kk.0 HV, Lk?

KL0I1V.

Sie riefen auch noch insonderheit diejenige Gottheitan, unter deren Schutz die Hauptursache ihrer Reise stehenkonnte: und gleich als ob sie aus dem glücklichen Erfolgeihrer Absichten erkannt hätten, daß die Gottheit, die siesich günstig zu machen gesuchet hatten, sie begleitet hätte;so verewigten sie, bey ihrer Rückkunft, ihre Erkenntlichkeitdurch Denkmäler, deren wir noch eine ziemliche Anzahlübrig haben: I0VI KLOVOI, NLklVNO «.L-I1VLI, kOKI Vbltä L KLOVOI, und tausend an-dere. Die Abreise der Kaiser, ihre Ankunft in den ver-schiedenen Provinzen des Reiches und ihre Rückkunft nachRom, wurden auf dem gangbaren Gelde bemerket.

Hyginus berichtet, daß die Rhodier, ehe sie ihreFlotte ins Meer gelassen, allezeit der glücklichen Ankunftdes phorbas, ihres Stifters, geopfert.

Die Griechen wähleten unter den Göttern, diejenigen,von denen sie auf ihren Reisen einigen Beystand Hoffeten;sonderlich aber den Mercur, welcher in den. SteinmälernVigticus und 1rivw8 genennet wird, und auch die Göt-tinn , Hekare. Diese beyden Gottheiten nennete man See,oder Was die Reisen zu Wasser betrifft,

so hakten sie den k^eptun, dem sie eine junge Kuh schlach-teten; die Thetis, der sie einen Ochsen opferten, und denGlaukus, dem man einen Stier würgte. Noch hattensie den Castor und pollux in großer Verehrung, indemihr Gestirn den Schiffern im starken Winde, und in der Un-gewißheit sehr dienlich war, darein das Ungestüm sie in Ab-sicht auf ihren Weg stürzen konnte.

HTH.derGesch. B Die