Band 
Zweyter Theil.
JPEG-Download
 

z6 Vl. Boivin, von der königlichen

wenn ja die heiligen Geschichtschreiber zuweilen von 450Jahren reden; so ist es offenbar, daß sie in diesenRaum diejenige Zeit mit einschließen, welche seit derVerheißung die dem Abraham geschehen, bis auf dieNiederlassung der Juden im gelobten Lande, verflossenist (-). Nun ist ja die Verheißung dem Abra-ham und seinem Saamen zugesagt... ich sageaber davon: das Testament, das von Gorr zuvorbestätiget ist auf Christum, wird nicht aufgeho-ben, daß die Verheißung sollte durch das Gesetzaufhören, welches gegeben ist über vier hundertund dreyßig Jahre hernach. Und wenn die siebenzigDollmetscher eben diese Zeit von 4zv Jahren sehen; soverstehen sie solche ebenfalls von dem Aufenthalte derJuden, sowohl im gelobten Lande, als in Aegypten. oJosephus ist eben dieser Meynung indem er aus-drücklich sagt, die Hebräer wären 4zo Jahre, nach Abra-hams Einzug in das gelobte Land, aus Aegypten gezo-gen; findet man aber ja in einer Stelle seiner Geschich-te dre Worte: so giengen 400 Jahre vorbey, somuß da ein Fehler seyn. Diese Stelle hat leichtlichkönnen verstümmelt werden, dahingegen die andern einechronologische Folge in sich halten, die einem gar nichterkmbet, an seiner Meynung zu zweifeln (e). DieserGeschichtschreiber selbst, wenn er den Cheremon wider-legt, welcher gesagt hatte, Moses und Joseph wären zueiner Zeit aus Aegypten vertrieben worden, seht hinzu,es waren zwischen diesen zween großen Männern vierGenerationen gewesen, welches nur roo oder i;o Jahreausmachen kann.

Nach dem Herrn Abte Banker ist es sehr leicht, ausdiesem zwo Folgen wider den Herrn Boivin zu ziehen;die eine, daß die Eintheilung, die er von dreyen Stau-den der Juden in Aegypten macht, nicht bestehen kann,

weil

fc) Gal. z. v. 16 . - (e) lub. i. contr. 4 Pylon,

s-t) 4nt. r.