voll den Freystatten. 47
mcien gebohren: da er nun die Erweiterung der Frey-ftädte durch den Zulauf der Flüchtenden sah; so bediente ersich allem Ansehen nach, dieses Mittels, um seine neueStadt zu bevölkern, indem er daselbst allen denen, die sichdahin flüchten würden, einen Aufenthalt gab; ohne sichviel um ihren Stand, noch um die Ursache ihrer Flucht zubekümmern. Thestus und Romulus haben sich ebendieser Staakslist bedient (/>).
Da nun die Freystatte einen Theil des öffentlichenRechtes ausmachten: so konnten sie auch nur von einer un-umschränkten Gewalt eingesetzet werden. Nur denen, dieüber die Gesetze Herren sind, steht es zu, Freyheiten zuertheilen, die einen der Gesetze erlassen. Gott selbst, derdoch sehr harte Strafen auf den Todtschlag verordnete, nahmdie Todtschläger, die wider Willen einen Mord begangen,davon aus, und wies ihnen so gar Plätze zur Sicherheitan. Seine schreckliche Gegenwart, die sich in seinemTempel so sichtbarlich offenbares, war die sichtbare Schutz-wache der unschuldig Verfolgten, die ihr Heil zu den Füs-sen seiner Altare suchten. Die Heiden leiteten ebenfalls dieErbauung ihrer Freystate von ihren berühmten Tempeln,von der Gnade ihrer Götter, oder von der Menschenliebeihrer Helden ab.
Man glaubte, jCybele hätte die Freystat Gamo-rhracia gegründet (§). Des Apollo und der DianaGeburt hatte die in Ephesüs geweihet, wie die Epheservorgaben: wiewohl die gemeine Meynung dahin geht, siewären in der Insel Delos gebohren. Der ägyptischeHerkules ward für den Urheber der canopischen Freystatgehalten. Einige andre, als der straronycischen Dianazu Smyrna, und des kenianischen Neptuns, hattenihre Errichtung den Orakelsprüchen zu verdanken (>'). InErmangelung gewisser Beweise, war schon der undenkliche
Besitz,
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