Band 
Zweyter Theil.
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Unterschied der zween Minos. 6i

Als nun Minos im ruhigen Besitze der InselAreta war, so heirathete er die Ithona, eine Tochterdes Lixiuö, von welcher er zwey Kinder bekam, denLykastus, der ihm nachfolgte, und die Ackakalis, wel-che, nach dem Diodor, mit dem Apollo, das heißt,mit einem seiner Priester, verheirathet worden. DieserPrinz regierte, wie eben derselbe Schriftsteller im 4 B.sagt, sein Reich mit vieler Billigkeit und Güte. Erließ die Stadt Apollonia bauen, welche Cydon, seinEnkel, nach diesem verschönerte, und selbige, wie Srra-bo im ls B- saget, Cydonia nannte. Er ließ auchdie Stadt Minoa Lipia bauen, die diesen Namennach ihm und seinem Schwiegervater führete, welchesdie XI Epoche der parifthen Marmor bestätiget.

Doch unterschied sich dieser Prinz durch nichts sssehr, als durch die Besehe, die er den Rreeenftrn gab,und weswegen er für einen der weisesten Gesetzgeber desAlterthums gehalten wird. Um diesen Gesehen desto-mehr Ansehen zu geben, so entwich Minos in eine Holeder Insel Rrcra, und gab vor, daß Jupiter sie ihmdaselbst eingäbe. Einige Schriftsteller (als HomrrundGtrabo) wollen, daß er 9 Jahre in dieser Hole ge-blieben; andere aber, (Pluto im Minos) daß er alle9 Jahre hingegangen. Alle aber sind hierinnen eins,daß dieser Prinz für Jupiters Schüler gehalten ward,ct louis arcanis Xlinos gclmistu« (k^orat.) ein Lob, wel-ches nach platons Urtheile, das größte ist, was maneinem Könige geben kann. Die Gesetze dieses großenMannes, dienten in der Folge dem Lykurgus, und ei-nigen andern Gesetzgebern, zum Muster; und man könn-te fast glauben, daß er selbst dem Mofts nachgeahmthabe. Seine Mutter war aus phönizien; Marnassein Sekretär, und Arymnus sein Oheim, waren auseben dem Lande gekommen; und es ist sehr wahrschein-lich, daß sie sich mit einander oft von den Gesetzen un-terredet, welche Mofts vor kurzem im gelobten Lande