84 xm. Morins Abhandlung,
Herren, die als Kunstverständige davon reden, kann manschon trauen, denn sie gründen sich noch darzu auf die eigeneErfahrung; weil sie nach den Regeln ihrer Wissenschaft,die künstlichsten Operationen mit beyderley Händen müssenzu machen wissen, plaro redete und dachte schon zu seinerZeit eben so von der Sache, (eis I.eZ. lad. z). Er ver-warf den Vorzug sehr, mit welchem man die rechte Hand,zum Schaden der linken, beehrte; und behauptete, daßdie Menschen in diesem Stücke ihr eigen Bestes nicht ver- «stünden, sondern unter dem schlechten Vorwande des gutenAnstandes, sich selbst des Nutzens beraubten, den sie beytausend Gelegenheiten aus dem Gebrauche beyder Händeziehen könnten.
Allein, wenn gleich die alten Griechen sich hiermitvernachläßiget haben, so darf man schließen, daß Sie übri-gen Völker ihren Vortheil besser werden macht genommenhaben. Eö scheint auch in der That, daß bey ihren Krie-gesheeren die vornehmsten Soldaten, ihre Pickenierer,ihre Hetlebardierer, diejenigen, die die erste Linie ihrer Ge-schwader ausmachten, mit beyden Händen gleich fertighaben seyn müssen.
In dem zweyten Buche der Richter (aoCap.iüv.)wird angemerkt, daß bey einer wichtigen Gelegenheit, derStamm Benjamin ganz allein siebenhundert tapfere Kriegö-knechte geliefert, die mit der linken und rechten Hand ge-fochten: und in der römischen Geschichte wird der Klopf-fechter gedacht, die eben so abgerichtet gewesen. Es istalso sehr zu verwundern, daß man in diesen letzten Jahr-hunderten , in welchen man die Kriegskunst so sehr verbes-strn wollen, sich nicht auch beflissen habe, die ^mbiciex-teriwet zu erneuern: welche denenjenigen , die sich ihrerrecht zu bedienen wüßten, einen großen Vorzug ertheilenmüßte. Dem sey wie ihm wolle, das Vorurtheil der Ge-wohnheit hat uns so mit dahin gerissen, daß Momagne indem Leben Heinrichs des IV. bemerkt: dieser große Prinzhabe fünf seiner guten Unterthanen, von seiner Leibwacht
weg-