Band 
Zweyter Theil.
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Ver Herum der Alten. m

zween Tempel, einen, der erycmischeu Venus, den an-dern, dem guten Geiste (memi) außer dem aber noch einengeheiligten Frühling, Ver Herum. Um die Sache nochfeierlicher zu machen, so schlug man dem Volke ein GeseHvor,ohngefähr in folgenden Ausdrücken: „Befehlet, meine„Herren, wofern es euch gefällt, daß, wofern es möglich„ist, daß die Republik, wie wir wünschen, sich fünfJahre„in denen Kriegen erhalten könne, die sie mit denKartha-,,ginensern, und Galliern, welche jenseit den Alpen wohnen,„zu führen hat, ein jeder Bürger dem Jupiter, alles„opfere, was ihm von Schweinen, Lämmern, Ziegen und„andern Thieren, zu seinem Gebrauche einen Frühling„hindurch, gebohren werden wird.,,

Die Erfüllung des Gelübdes ward bis auf M Vor-tius Larons und des L.Valerius Consulat, verschoben,nämlich ins 558 Jahr Roms. Damals hatte sich die Re-publik von der Erschöpfung wieder ein wenig erholet, dar-ein der zweyte punische Krieg sie gestürzet hatte. Als nunder Oberpriester vorstellte, daß man bey Ausführung desGelübdes etwas versehen; so gieng des Raths Meynungdahin, man sollte wieder von vornen anfangen. Er machtedaher einen Schluß, der in dem Angelöbnisse mit enthal-ten seyn sollte, und sehte dadurch fest, was man unter VorHerum verstehen müsse; nämlich alles Vieh, welches vomi März bis zum letzten April, mit eingeschlossen, geboh-ren würde.

Dieß ist der Begriff den man sich, nach des HerrnAbts Lourure Meynung von dem geheiligten Frühlingemachen muß; weil er sich auf einen Rathschluß gründet,und weil die ganze römische Geschichte kein ander Beyspieldarbeuth. Des Dionystus von Halikarnaß Ansehen, thutdieser Meynung keinen Abbruch. Nachdem dieser Schrift-steller erzählet hat, wie sich die Aboriginer in demjenigenTheile von Italien niedergelassen, der das Latium enthält,sagt: wenn man ehedem gesehen, daß das Volk sich ineiner Stadt dermaßen vermehrte, daß die Lebensrnittel zu