Band 
Zweyter Theil.
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Ver lscruin Vek Alten. HZ

Der ältere Herr Boivin war mit diesen Zeugnissennicht zufrieden; er las noch drey Abhandlungen ab, um zubeweisen, daß erwähnte Colonien, ebenfalls den Namendes geheiligten Frühlings, zum wenigsten in figürli.chem Verstände gesühret; und daß, wenn die Griechen siek'roL^sv, oberern geheiligtes Jahr genennet, die La-teiner sie Ver iäcrum genannt haben; ungeachtet dieß Wortin eigentlichem Verstände, bloß dasjenige Vieh bedeutet,welches in dem Frühlinge eines bey allgemeiner DrangsalGott geweihten Jahres, gebohren wird. Dieses zu be-weisen, führet er eine große Menge Zeugnisse aus altenSchriftstellern an, nämlich vom Gexrius an, der gegendas 20Ote Jahr Christi schrieb, bis auf den Paul Diaco-nus von Aquileja, der gegen das 800 Jahr Christilebte. Wir wollen aus diesem langen Verzeichnisse, die,jenigen aussuchen , deren Stellen die deutlichsten zu seynscheinen, plinius redet im Z Buche von den picenti-nern und sagt, sie stammten von den Sabinern ab, dieeinen geheiligten Frühling angelobet hatten, kicemiuiorti iunt a Labiliis, voto vere laaro. Hier ist der gehei-ligte Frühling, in dem Sinne einer Colonie genommen,recht deutlich ausgedrückt; und dieses von einem Schrift-steller, der von den Gebräuchen der Alten nicht minder,als von dem Nachdrucke der lateinischen Wörter, unterrich-tet war. Hieronymus sagt auf das 1596 Jahr seinesEustbius, die Lacedämsnier hätten die Stadt Hera-kles, nahe bey Euböa gebauet, indem sie einen gehei-ligten Frühling, Verlacrum, hingeschickt; l^cellsemo-uii Ver iscrum bleraclism clellingntes urbem constuut»Was Eusebius schlechtweg eine Colonie nennet, das nenntHieronymus Ver Iscrum: woraus denn folgt, daß diesesWort, in lateinischer Sprache, mit dem Worte Coloniegleichbedeutend ist.

Des Herrn Boivins zweyte Abhandlung, enthältebenfalls eine weitläustige Sammlung lateinischer Stellen,die eben dieß beweisen; allein, da sie aus neuern Schrift-HTHderGesch. H stellern