römischen Soldaten. 117
Nachdem der Herr Abt LTladal solchergestalt den Ur-sprung einer so seltsamen Gewohnheit untersuchet hat, soführet er an, was die Geschichtschreiber uns von dieserSache hinterlassen haben. Wann Livius (->) von desLn. Manlius Volso Siegsgepränge redet, der die asia-tischen Gallier gedämpft hatte, so sagt er: die Soldaten hät^ten durch ihre Lieder zu verstehen gegeben, daß er von ih-nen nicht geliebt würde, plinius bemerket ebenfalls (/),es hätten einige Soldaten dem Julius Cäsar seinen Geizbey dem Gepränge eines seiner Siege öffentlich vorgerückt,indem sie ihm gesagt, er habe sie nur mit wilden Hülsen-früchten ernähret: und als eben dieser Dictator die Gallierüberwunden hatte, war unter allen Liedern die in währen-dem Siegszuge wider ihn gesungen wurden, unter andernkeines so bitter, als dasjenige, darinnen man ihm seineVertraulichkeit mit dem Bithynischen Könige LTlikomedesvorrückte (F).
6 slliLs tubexit, dlicome^cs ^gelsrcm.
Lcce Lsclsr n.unc triumpkst, gut iubcßit Lsllis;.
k^icomeäer nunc triumpliat, gui lubexit Lselsrem.
Man schonte ihn auch wegen seiner andern Liebshän-del nicht, und es hieß genug gesagt, wenn man vor ihmherrief:
t7rl,3iii, lcrvstc urores! moeclmm cslvum 3-l<luciivus.
Konnte man jemanden bey der Ehre nicht antasten,so griff man die Geburt, oder irgend einen andern Fehleran. Wir finden ein merkwürdig Beyspiel davon, in demSiegsgepränge, welches Ventidius Bassus, ein Menschvon niedriger Geburt gehalten, den aber Cäsar zur Würdeeines Oberpriesters und Consuls erhoben. Dieser Feldherrsiegte über die Parther und man sang bey dem Siegszugefolgendes Lied:
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s/) l.ib. ^ Lucton. vion. LsKur. 4z.
k.ib. >9. Lsp. 8.