1Z2 xxiil. Was der Chor in des
Priester und den Kindern aufzustehen, und das Volk nebstden andern Priestern und einigen Alten zusammen zu rüsten,welche den Chor des Trauerspiels ausmachen.
Der jüngere Herr Bowin hingegen glaubt, dieserPriester sey allein mit den Kindern gewesen: und da er, aufBefehl des Prinzen davon gegangen, sey niemand auf derBühne geblieben, den Chor auszumachen, bis auf die An-kunft des Volks, von dem er glaubt, es sey in der Naheversammlet gewesen.
Man wird hier so kurz als möglich, die Gründe anfüh-ren, welche diese beyden Mitglieder darlegen, deren Strei-tigkeit mit aller Höflichkeit begleitet gewesen, die den wah-ren Gelehrten anständig ist.
Herr Boivin meynt, die Entscheidung dieser criti-schen Frage, komme auf die Erklärung folgender Stelleaus dem ersten Auftritte von des Sophokles Dedipus an:
(Pedipus kömmt aus seinem Palaste, und ficht eineMenge Kinder mit Zweigen, nach Art der Supplicanten,umkränzt. Er redet sie sogleich an, und hierauf befiehlter Jupiters Oberpriester, der ihnen gleichsam zum Anfüh-rer dienet, für sie zu antworten. Der Oberpriester fängtseine Rede so an : Unumschränkter Herr meines Va-terlandes, mächtiger (Pedipus, du siehst uns hierbey deinem Altare, du siehst auch von was für Al-ter wir sind; nämlich zurre Rinder, die ihre schwa-chen Flügel noch nicht gar weit ausdehnen können,und Priester, die die Last des hohen Alters zu Bo-den drückt. Ich selbst, bin Jupiters Priester, unddiese Rinder, sind der Rern und Ausbund der rhe-dänischen Jugend.
Es kömmt hier auf die Frage au: ob die meh^reZahl s< -sx , und Priester die die äast
des