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Abhandlung,
ob m des Sophokles Oedipus, der Chor,
aus dem Gefolge der Opferpriester bestehe; oder ober das Volk selbst sey, welches durch die vor-nehmsten Bürger vorgestellet wird?
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Frage, davon hier die Rede ist, scheint sehr wich-'tig zu seyn, und verdienet schon, daß man sie un-tersuche; denn von ihr hangt die Kenntniß der gan-zen Einrichtung der dramatischen Stücke, bey den Grie-chen, ab.
Wenn Herr Dacier in seiner Auslegung über Ari-storels Dichtkunst, die Beschaffenheit der Handlung in dendramatischen Gedichten erkläret; so zeigt er, daß diese Hand-lungen nur von zweyerley Art seyn können: denn, entwe-der sie fangen an, ehe das Volk, welches damit gewisserma-ßen verwickelt ist, sich versammlet hat; oder daö versamm-iete Volk selbst fangt die Handlung an.
Von beyden Arten der Handlung giebt es Erempel,fahrt dieser Schriftsteller fort: und des Sophokles Oedi-pus , ist von der Art derer, wo der Chor der erste aufder Schaubühne ist. Jupiters Oberpriester, wirst sich, inBegleitung vieler andern Priester, und des Kernes der Ju-gend, vor dem Altare nieder, den man dem Oedipus, nahebey seinem Palaste erbauet hatte. Dieß ist der Ort derBühne. Das Schreyen und Seufzen treibt den Prinzenan, herauszukommen, um die Ursache davon zu erfahren;und hierbey fangt daö Stück an. Oedipus befiehlt dem
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