Stelle im Horaz. r?7
^robiacis ein Nennwort ist; daß wir aber heute zu Tageso genau nicht wissen können, wer eigentlich dieser Archivsgewesen, dessen Bette, davon Horaz redet, diesen Na-men angenommen, und diese Unwissenheit giebt uns garkein Recht, eine sonst wohl erwiesene Lesart zu ver-wertn.
Sagt man ferner, das arcbsjci« habe doch in der strei-tigen horazianifthen Stelle, einen ziemlich guten Ver-stand ; so antwortet er abermals , diese Ursache sey nichthinlänglich, zu beweisen, daß dieß die richtige Lesart desVerfassers sey. Man könnte gar leicht den Text diesesDichters an hundert Orten andern, und ihm Ausdrückebeylegen, die man selbst erfunden hatte, die auch einensehr guten Sinn haben könnten. Z. E. in dieser Stellechilmine luüulerar calluco. Anstatt crrciuco , liest HerrBentley coi'tt/ro, welches nicht nur einen sehr guten Ver-stand hat, sondern auch noch zierlicher zu seyn scheint, alscarlucn. Gleichwohl muß man bey der gewöhnlichen Les-art bleiben, indem das La.Iucum hier einen ganz vernünf-tigen Sinn hat, und Benrleys Aenderung sich auf keinAnsehen einer Handschrift gründet.'
Eine Stelle aus des Aulus Gellius 12 Buche im7 Cap. scheint Herrn Rüsters Meynung noch eine neueStarke zu geben: denn sie erwähnt gewisser Bette , dieman mit dem Namen des Sorericus benennet hat. Au--lus Gellius führet eine Stelle aus dem Geneca an, all-wo dieser Weltweise die alten Ausdrücke und Redensarten,mit diesen Betten vergleicht. Hier sind des Seneca Worte:(^ni bniuscemocii vorlnz ainsnt, ligne^t libj eosciein aä-niirm-i et äüterr'cr locknx. AulvS GclllttS fügt sogleichhinzu: Dianas lane8eneca villeurm lecckiune ac lluäio aclo-lelcentium, gui bonorem coloremgue veteri« oratiom'z^orerr'cr leäils comyaravn: guass mlnime scrlicet Zraris erreliclli8 jam conkemtisgne.
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