Band 
Zweyter Theil.
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XXVH,

Herr Galland, über eine

man Arclusci? findet, sind nicht nur in größerer Anzahl,sondern auch älter, selbst nach des Cruquius, und dererBerichte, die, wie er, diese Lesart nicht angenommen ha-,ben: und weit gefehlt, daß sie lächerlich seyn sollte, so wirdsie vielmehr durch die Kenntniß , so man von ihrem Ur-sprünge hat, schätzbarer, als die Lesart mcligicis; ein bloß- griechisches Wort, dessen weder Horaz, noch irgend einanderer Lateiner, sich jemals bedienet hat. Nun ist esnicht wahrscheinlich, daß Horaz ein veraltetes griechischesWort, bey den Römern brauchen wollen , die in ihrerSprache eines hatten, welches sehr eigentlich eben denselbenGedanken ausdrückt, nämlich arNlguis. Denn, wennHoraz auf dieser streitigen Stelle dasjenige hätte sagenwollen, was man vorgiebt, warum hätte er denn nichtgesagt:

8i potcs convlva recumbcre leciis?

Da ja das Wort ankiglüs zuweilen eben das bedeutet, wasunter den Griechen heißt; nämlich etwas alt-

vaterisches.

Die Abschreiber hatten im Gebrauche, die ungewöhn-liehen und unbekannten Wörter, in bekanntere und gewöhn-lichere zu verwechseln. Dieß gestehen alle Kunstrichker zu;und man hat unzählige Beyspiele davon. Nun ist esnicht wahrscheinlich, daß die Abschreiber, das -mcbaici;,in arclnnM, hätten verwandeln wollen; daß heißt, daßsie aus einem Beyworte (welches, ungeachtet es griechisch war,»hnen dennoch bekannt genug seyn konnte ) einen Namenhätten machen sollen, der ihnen ganz unbekannt war. Dieseeinzige entstehe Anmerkung kann >chon die Lesart, Ar-cbniei», verdächtig machen.

Fragt man aber, was denn dieses Arclnacls bedeute?so antworet Herr Lüster: es sey genug, daß wir aus demZeugnisse der alten Scholiasten, deren Ansehen man ohneGrund nicht verwerfen kann, so viel wissen, daß das Wort

Arclüa-