Stelle im Plinius. 19z
Was ist auch übrigens für Wahrscheinlichkeit, dieselbenanzunehmen, nach dem was Porphyr und Siinpliciusvon denen Beobachtungen sagen , die Ralltsthenes demAristoteles zugeschickt hat, und die nicht über 190z Jahreenthielten ? Man hat doch noch Mühe genug, zu glauben,daß es solche alte Beobachtungen in Babylon gegeben: undvielleicht waren des Aerllisthenes seine bey weitem so altnicht. Vielleicht hat Porphyr ste nur aus dem Gedächt-nisse angesührer, und ohne daß er das Original zu Rathegezogen; vielleicht sind auch endlich die Zahlen im Sim,plicius verfälscht, oder vielleicht hat dieser Schriftstellerselbst die Sachen nicht besser untersuchet.
Dem sey wie ihm wolle, es ist schwer, daß man nichtgestehen sollte, eine so lange Reihe von Jahren, könne un-möglich des Berosiis Erfindung seyn. Ein so berühmterSchriftsteller würde einen so widrigen Sah schwerlich gewa-get haben, ohne die Leser vorher durch die Erzählung irgendeiner von diesen Beobachtungen einzunehmen. Gleichwohlsagen Hipparchus, Timochmrus und ptolomäus, diedergleichen Denkmäler mit viel größerem Fleiße untersuchthatten, weder von den Finsternissen, noch von den Neu-monden, noch von den Vollmonden etwas, das weiterhinaus gienge, als auf Nabonassars Zeit. Woherkömmt das? daher, daß diese Sternkundige, weder in denbabylonischen Archiven, noch im Berosus, etwas gefun-den hatten, welches frühzeitiger wäre, als die Regierungdieses Prinzen. Ein ziemlich deutlicher Beweis, daß ebendieser Schriftsteller seine Rechnungen, in der Stelle dieuns vom plinius aufbehalten worden, nicht weiter hinausgeführet hat.
Ist es wohl wahrscheinlich, daß Berosüs das Herzgehabt hatte, eine so übclzusammenhängende Fabel vorzu-bringen , als die von den 480000 Jahren gewesen seynwürde? Wir wissen aus dem Tariern, daß dieser Stern,kundige seine chaldäischen Alterthümer dem Amiochus
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