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Zweyter Theil.
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Größe der Riesen. 209

vo» welchem man sagen könnte, daß diese Menschen ihmnahe gekommen, oder eö übertroffen hätten. Das Maaßwelches er angiebt, ist von 12 französischen Schuhen, undalso das doppelte Maaß der Vortheilhaftesten Länge gewöhn-licher Menschen. Von diesem Maaße nun behauptet er,daß keiner von denen, die man als Riesen angeführet, esübertroffen habe.

Diese Meynung gründet er auf zweyerley Arten vonUnmöglichkeit, welche sich dem Daseyn derer entgegen se-tzen, die man über diese Länge hinaus stellen will: die eine,ist-aus der Naturlehre, die andere aus der Sittenlehre.Die erste zieht er aus der Schwierigkeit, die dergleichenungeheure Maschinen gehabt haben würden, sich zu rühren,zu krümmen, niederzusetzen u.s.w. von der Unförmlichkeitdes Gebrauchs ihrer Gliedmaßen, mit denen zur gewöhn-lichen Nahrung der Menschen erschaffenen Sachen ; vonder Schwierigkeit den Anfall der mindesten Thiere abzu-wehren , und von der Erfahrung, die wir haben , daß^wenn es zuweilen Menschen giebt, die nur drey Schuhe län-ger sind, als andere Menschen; sie entweder übel gewach-sen, oder allezeit krank, oder zu den gemeinsten Handlun-gen ungeschickt sind, oder doch nicht lange leben.

Die moralische Unmöglichkeit zieht er aus der Feind-seligkeit, die, wie man sich leicht vorstellen kann, unterdiesen ungeheuren Leuten und andern Menschen seyn müßte;mit denen, wie die Schrift uns lehret, diejenigen die sieRiesen nennet, gleichwohl vor der Sündfluth ziemlich lan-ge, in guter Gemeinschaft gelebt haben. Diese Gemein-schaft setzt sonder Zweifel einen Handel und Wandel, undeine Menge anderer Handlungen voraus, welche unter Leu-ten, deren Länge und Sitten so gar wenig Verhältniß ge-habt hätten, unmöglich gewesen wären. Wollte man sa-gen, diese so hochmüthigen boshaften Leute, derer die Schrifterwähnet, und denen einige Kirchenväter eine wunderbareGeburt beygelegt haben, wären nur 2 oder 3 Schu längerH Th. der Gesth. O gewe-