208 XXXII. Mahudel von der
XXXII.
Herrn Mahudels Untersuchung,
was von der Größe der Riesen am
wahrscheinlichsten ist. r 7 o 4.
^ie Ehrfurcht so man der heiligen Schrift schuldigist, die Vorurtheile so sich auf diejenigen Erzäh-lungen gründen, welche, ungeachtet sie fabelhaftsind, dennoch ihren Ursprung aus der Wahrheit der heili-gen Bücher genommen haben, und der Glauben, den eineZahl ehrwürdiger Geschichtschreiber verdienet, haben seitvielen Jahrhunderten denenjenigen als Beweise gegolten,die von der Existenz der Riesen, mit mehrerer oder weni-ger Vergrößerung gesprochen haben.
Herr AbtTillader trug im 1704 Jahre eine Meynungvon dieser Sache vor, die er allein zu haben glaubte: daßes nämlich Geschlechter und Völkerschaften dieser Art vonLeuten gegeben habe und noch gäbe, die von dsnen Anfüh-rern herstammeten, die deren erste Colonien gestiftet.Hingegen hat es von Zeit zu Zeit Naturforscher gegeben,die, da sie sich auf die gewöhnlichen Gesetze der Natur grün-den , durchaus geleugnet haben, daß es jemals wirklicheRiesen gegeben habe.
Herr Mahudel bringt die Frage noch einmal auf dieBahn, und zeigt, daß diejenigen Materien, diediealler-abgenußtesten zu seyn scheinen, wenn man sie nur von gewissenSeiten ansieht, noch allemal fähig find, ein neues Ansehenanzunehmen. Er hält es für unmöglich diese Frage aus-zumachen , so lange man nicht über dem Begriffe einerGröße eins ist, die ein festgesetztes Maaß seyn muß, und
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