Band 
Zweyter Theil.
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und Prachtkegeln. 2,9

sehen Sternkundigen im Brauche gehabt, ihre Sonnenzer-ger mit einer Kugel zu schließen, dennoch viele Ursachenveranlassen, solches zu muthmaßen.

Die erste ist, weil es nicht wahrscheinlich zu seynscheint, daß solche geschickte Leute, den Unterschied von demSchatten einer bloßen Spitze und einer Kugel, nicht soll-ten erkannt haben, insonderheit wenn man zugesteht, daßdieser Unterschied einen ganzen halben Durchmesser derSonne beträgt, weil dieser Schwierigkeit überaus leichtzu helfen ist; weil sie sich von selbst, und einem jeden Men-schen darbeuth, der den Schatten seines Kopfes sehen kann,rattone a capite lioiniui; ime1Io<lla.

Die zweyte Ursache ist, weil Appion in seinenxyxtiacis, dem Moftö etwas sehr ähnliches zuschreibt:

„Moses, sagt er, war, wie ich es von alten Aegy-„ptiern gehöret habe, aus der Stadt Heliopolis, die der„Sonnen heilig ist, gebürtig. Er war an die Sitten„seiner Vaterstadt gewöhnt, er führte den Gebrauch ein,„unter freyem Himmel, und auf den Stadtmauern zu be-then. Er richtete alle Bethhauser nach dein Auf--„gange der Sonnen: denn so macht man es in der„Sonnenstadt. Anstatt der Prachtkegel o-)

, richtete er Seulen auf, deren Fuß, in einer Art„von Schiffe, oder Becken stand (cn«<Py) und auf der„Spitze war eine Figur, oder ein Menschenkopf, des-„sen Schatten , ss/./c« F' , eben den Lauf hielt,„als die Sonne.

Diese Stelle im Appion, scheint eine vorläufige Er-klärung der Stelle im plinius zu seyn. Denn Appionlebte zu Tibers Zeiten, er schrieb etwa zo Jahre vordem plinius, und gerade in eben der Zeit, in welcher,wie plinius sagt, der Prachtkegel im Martisftlde, an-fieng, nicht mehr richtig anzuzeigen.

Es