Band 
Zweyter Theil.
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ägyptischen Pflanze Lotus. 225

oder in das unsrige versetzet hat, oder die von unsern bestenKräuterkundigen aufs genaueste beschrieben worden, diesie auch nach dem Leben abgezeichnet haben; so hak er ineiner Schrift die er im 1716 Jahre der Akademie vorlas,diejenigen beschrieben, die den Göttern zu Kennzeichen, denägyptischen Königen und Städten aber, zu Symbolis ge-dienet haben. Er nennet sie bey denen ihnen gehörigenNamen; nach denen Gattungen zu welchen sie gehören, da-mit sie desto kennbarer werden, und er theilet auch diejeni-gen Figuren mit, mit denen er sie verglich, und die, inden ägyptischen Denkmälern die berühmtesten Alterthums-kundigen betrogen haben.

Es giebt fünf Hauptpflanzen, die sie entweder weniggekannt, oder doch vermenget haben, weil sie sich gar zusehr an den Buchstaben einiger Stellen alter Schriftstellergehalten, die selbst nur vom Hörensagen davon geschriebenhaben. Hierunter gehören der Lotus, und die ägyptischeBohne, zwo Pflanzen, die nur im Absehen auf die ge-heimnißvolle Bedeutung merkwürdig waren, die sie mitder ägyptischen Gottesgelahrtheit hatten. Dann sind nochdrey andere, die Colocasia, die persea und kNusä,welche, außer dieser Verhältniß, noch den Vorzug hakten,daß sie zur Nahrung dienten.

Der Lotus ist die berühmteste von diesen Pflanzen.In seiner Etymologie muß man nichts historisches suchen,indem sein Name, nachdem Hesychius, auch vielen an-dern gemein ist, und Theophras! selbst, im Absehen aufdie Pflanzen, gesteht, daß es viele von verschiedener Gat-tung gegeben, die alle den Namen Lotus geführet.

Das Wunderbare, so man in seiner Beschreibungdavon findet, hatte die Kräuterkundigen dermaßen verblen-det , daß, da sie in denen vom Nil durchwafferten Lände-reyen , nichts gemeinere fanden, als die blymplisea, siezanze Jahrhunderte lang sich nicht haben entschließen kön-ll Th. der Gesch. P nen