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XXXV. Mahudel von derXXXV.
Herrn Mahudels Untersuchung
verschiedener Denkmäler, auf denen man
Pflanzen sieht, die die Alterthumsforscher fastallezeit mit dem ägyptischen Lotusvermengen. 1716.
(GAeine Wissenschaften haben es so nöthig einander hülf-liche Hand zu biethen, als die alte Geschichte und dieKräuterkunde, zumal wenn man aus der Kenntnißverschiedener, theils geheimnißvoller, theils häuslicher Ge-bräuche, die die Aegypter mit den Pflanzen ihres Landesvornahmen, diejenigen erkennen will, welche auf denenDenkmälern stehen, die wir davon noch übrig haben.
Herr Mahudel will, daß die Forscher der Alterthü-mer, die sich geschmäuchelt haben, sie brachten es weit,wenn sie den Theophrast, Dioskorides und pliniuszu Rathe gezogen, nichts gewisses davon haben urtheile»können; indem keiner von diesen Naturforschern, diesePflanzen in ihrer Heimakh gesehen: und da die Beschrei-bungen, fl> sie uns davon gelassen: sehr kurz, unvollkom-men und ohne Zeichnungen sind , so habe man keine rich-tige Anwendung davon, auf die einzelnen Theile dererPflanzen machen können, die die Verfertiger dieser Denk-mäler haben vorstellen wollen. Man müsse also zum ägy-ptischen Boden selbst, und zum Bette des Nils gehen,um daher diejenigen Stücke zur Gegeneinanderhaltung zuholen, die ihnen zum Vorbilde gedienet haben.
Nachdem nun Herr Mahudel diese Pflanzen gesehen,die man entweder getrocknet aus jenem Lande überbracht,